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Zuversicht im U-Turm

19.03.2010 | 19:51 Uhr
Zuversicht im U-Turm

Dortmund. Immer teurer, immer später - das U ist ins Gerede gekommen. Sehr zum Leidwesen derjenigen, die seit Monaten Tag für Tag dafür schuften, dass Dortmunds 2010-Vorzeigeprojekt überhaupt rechtzeitig vorgezeigt werden kann.

Das U ist ins Gerede gekommen. Sehr zum Leidwesen derjenigen, die seit Monaten Tag für Tag dafür schuften, dass Dortmunds 2010-Vorzeigeprojekt überhaupt rechtzeitig vorgezeigt werden kann. Die WAZ hat sich umgeschaut auf der Baustelle an der Rheinischen Straße. Und siehe da: In dem über 70 Jahre alten Koloss aus Beton, Stahl und Steinen, wo einst Bier kühl gelagert wurde, zeichnen sich die Umrisse der künftigen kulturellen Nutzung schon deutlich erkennbar ab.

Auch wenn vieles noch zu tun bleibt: Jens Haake verbreitet Optimismus. Der Projektdirektor von Gerber Architekten hat schon viele Baumaßnahmen weltweit betreut. So etwas wie den U-Turm aber noch nicht. „Der ist schon außergewöhnlich”, sagt der Architekt im Gespräch mit der WAZ. Dann geht Haake noch einmal die lange Liste widriger Umstände durch, die den Umbau zum Roulettespiel zu machen schienen: Gebäudepläne, die der Wirklichkeit nicht standhielten; Fundamente, die gar nicht vorhanden waren oder nicht dort, wo sie sein sollten; eine Bausubstanz, die streckenweise jeder Beschreibung spottete. Zum Schluss, betont Haake, sei den Bauleuten halt der längste Winter der Dekade in die Parade gefahren. Monatelange Minusgrade legten den Betonguss praktisch lahm.

Geruht haben die Arbeiten trotz Temperaturen unter Null aber „keinen einzigen Tag”, versichert der Architekt. Und der Winter sei ja offenbar vorbei. Deshalb gehe man davon aus, dass die „Zieltermine” eingehalten werden. Als da wären: Am 9. Mai zum Auftakt der „Local Hero”-Woche wird der Turm erstmals für die Öffentlichkeit begehbar sein, jedenfalls die ersten drei Etagen. Womöglich schon über den Haupteingang an der Ostseite, auf jeden Fall aber über den Zweiteingang an der Westseite des Gebäudes.

Nächster Zielpunkt: die Einweihung am 28. Mai. Filmemacher Adolf Winkelmann knipst dann seine Projektionsflächen an. „Mit Einschränkung”, so Haake, werde auch die so genannte Vertikale erlebbar sein, der rund 40 Meter hohe Querschnitt durch alle sieben U-Etagen. Außerdem sollen Besucher den spektakulären Blick vom Dach des Turms erleben können und einen nicht minder spektakulären Blick in die Kathedrale werfen können, die aber erst ab Herbst nutzbar wird.

Noch vor dem Sommer müssen Bauleute und Handwerker die Etagen 4 bis 6 räumen. Zwei Monate regieren dort dann Klimaexperten fürs Ostwallmuseum und die Wechselausstellungsflächen - andernfalls gäbe kein Leihgeber der Welt seine Kunstschätze ins neue Dortmunder Kreativzentrum. Für die Kunst wird übrigens schon längst Sorge getragen: In den Wänden ist die Diebstahlsicherung bereits installiert. Siehe Fotostrecke

Michael Kohlstadt

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Kommentare
21.03.2010
20:26
Zuversicht im U-Turm
von dortmund International | #5

@willdochnichtmeckern

Die Menschen die sich hier verewigen sind zumeist von eher einfachem Gemüt. Für jene ist Kultur, wie Perlen vor die Säue schmeißen. Aber seien Sie beruhigt, nicht alle Dortmunder sind derart einfach gestrickt. Die meisten freuen sich auf dieses tolle und einzigartige Bauwerk!

21.03.2010
18:39
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von Moderation | #4

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21.03.2010
16:18
Zuversicht im U-Turm
von willdochnichtmeckern | #3

Es ist doch bemerkenswert, mit welcher Akribie und Hartnäckigkeit Dortmunder die eigene Stadt (es gibt Menschen, die das Heimat nennen!) schlecht reden und madig machen. Ist es denn so out, stolz auf die eigene Stadt zu sein und alle Macken und Unzulänglichkeiten und Menschlichkeiten nicht schön zu reden, aber auch in einem größeren und übergreifenden Zusammenhang zu sehen? Heute ist morgen schon gestern, und was dann übrig bleibt, ist das Ziel und das Geschaffte: ein Kultur-Vorzeigeobjekt. Man muss, um das zu erkennen, nur ein klein Wenig für Kultur übrig haben.

20.03.2010
00:48
Blockierter Kommentar.
von Dr.Thor | #2

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19.03.2010
23:02
Zuversicht im U-Turm
von HansDampf | #1

Außerdem sollen Besucher den spektakulären Blick vom Dach des Turms erleben können und einen nicht minder spektakulären Blick in die Kathedrale werfen können, die aber erst ab
H e r b s t nutzbar wird

Soso, dann ist ja auch schon bald wieder Weihnachten. Ob da wohl wieder die Tannenbäume auf dem U stehen werden ?

Kulturhauptstadt 2011 ?

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