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Zoo stolz auf "einmalige Kollektion"

11.09.2007 | 14:28 Uhr

Löwe, Tiger, Jaguar, Leopard, Luchs... Der Zoo bietet schon auf den ersten Blick einiges aus dem Katzenreich. Doch Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter macht bei seinen Führungen auf eine "einmalige Katzenkollektion" in ganz Europa aufmerksam: "Wir halten h

Am Großkatzenhaus führt eigentlich kein Weg vorbei. Und je nach Wetterlage stellen sie sich imposant im Innen- oder Außengehege zur Schau: die Berberlöwen, die Sumatratiger. Wer jedoch die Kleinkatzen im Dortmunder Zoo entdecken möchte, der muss (noch) ein wenig suchen. Sozusagen neben der neuen Nashornanlage und oberhalb des großen Freigeheges für die Luchskatzen leben die vier südamerikanischen Kleinkatzen-Arten: Jaguarundi, Margay, Ozelot, Oncilla. Alle Arten, so Brandstätter, seien in freier Wildbahn recht selten geworden: "Sie sind als begehrte Pelztiere über lange Zeit bejagt worden."

Mehr als ein Pärchen hält der Zoo nicht von den kleinen Raubkatzen, gibt bei Nachzuchten lieber an andere Zoos weiter, um den Tierbestand zu vergrößern.

"Noch leben sie großteils in nicht mehr zeitgemäßen alten Buden", sagt Brandstätter. "Aber wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr eine Anlage durch eine neue zu ersetzen." So bereits geschehen für das Jaguarundi-Pärchen. Die ungefleckten Katzen residieren nun im neuen Blockhaus. Einblick gewähren große Glasflächen - und das transparent wirkende Außengehege. "Man kann jetzt von einer vorbildlichen Anlage sprechen - einer Luxusvilla."

Auch die Anlage für die Margay-Katzen ist fast fertig - auf der gegenüberliegenden Wegseite, neben dem Nashorn-Bau. Ungewöhnlich wirkt dieser Holzbau durch seinen Aufstieg zu einem "Aussichtsturm". "Von dort können Besucher in die Voliere hinabsehen." Hinab auf die im Volksmund auch "Baumozelot" genannten Katzen, die es schaffen, kopfüber vom Baum zu hängen.

Diese Katzenart, so der Zoochef, sei nicht nur ein Einzelgänger wie alle anderen auch, sie könne es regelrecht nicht ausstehen, andere Katzenarten in der Nähe zu haben. "Wohl deshalb haben sie bislang hier nie Nachwuchs bekommen." Das soll sich nach dem Umzug ins neue Heim ändern. Überhaupt werde die Haltung artgerechter: "Magyars sind Flüchter, die nach oben in die Bäume wollen", so Brandstätter. In der alten Anlage haben sie dazu keine Chance. Schwierige Bewohner. So ist Dortmund auch der einzige deutsche Zoo, der sie im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm hält.

Weitere Besonderheit: die Oncillas, die der Zoo als einziger in Europa seit Jahren erfolgreich züchtet. Diese "Tigerkätzchen" bekommen 2009 ein neues Eigenheim - nach den Ozelots im Jahr 2008. Danach präsentiert sich die "einmalige Kollektion" endlich entsprechend.

Von Ellen Sarrazin

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