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Zombies mischen den Geierabend auf

14.10.2012 | 18:00 Uhr
Zombies mischen den Geierabend auf
Am Samstag, 13. Oktober 2012, feierte das Ensemble des Geierabend den Vorverkaufsstart für die Session 2013. Die Veranstaltung fand im Spiegelzelt statt.Foto: Franz Luthe

Dortmund.  2013er Pott-Klamauk: Der Geierabend 2013 wartet vom 27. Dezember bis zum 12. Februar an 36 Abenden mit einem brandneuen Drei-Stunden-Mix aus Anarcho-Karneval, Kabarett und Ruhrpott-Comedy auf.

Nach 112 Veranstaltungen mit etwa 35 000 Besuchern verabschiedete sich RuhrHochDeutsch am Samstag nach einer ebenso erfolgreichen wie gelungenen Saison. Und da Abschied leichter fällt, wenn er erkennbar auch ein Anfang ist, feierten als Abschlussvorstellung die Geier den Vorverkaufsstart des Geierabend 2013 im ausverkauften Spiegelzelt.

Das neue Geierabend-Plakat zeigt das Maskottchen mit ungesunder Gesichtsfarbe und blutunterlaufenen Augen passend zum Programmtitel „Ein Zombie hing am Förderseil“. Untote, die sich von Hirn und Menschenfleisch ernähren, tauchen unter dem U auf, finden aber keine Opfer: „Weil dort nie jemand ist. Deshalb überfallen sie die Thier-Galerie und fressen sich da erst mal satt“, umreißt Regisseur Günter Rückert das gedankliche Grundgerüst, das das Ensemble in der nächsten Zeit mit Leben oder zumindest Untoten füllen wird, und lobt seine Mitstreiter für die letzte Saison: „Da steckt jede Menge harter Arbeit drin.“ Das ruft den gut aufgelegten Steiger Martin Kaysh auf den Plan: „Normalerweise ja, aber in Deinem Part jetzt nicht.“

Beim Singen bleibt das Mikro aus

Dieser gewährt durch Interviews Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. „Wie lange dauert es, mich plakatfähig zu machen?“ Das möchte er von der Geierabend-Fotografin Tania Reinicke wissen. „Das sind schon 90% der Zeit“, gibt diese zu. Und auch Tontechnik-Chef Sebastian Müller-Eckhard zeigt, dass Schlagfertigkeit beim Geierabend unbedingte Einstellungsvoraussetzung ist: „Empfindlichkeiten, was die Intonation angeht“, gibt er als Herausforderung bei Geierabenden an. „Deshalb singe ich nie“, schlussfolgert Kaysh. „Oder sagen wir: Wenn Du singst, ist das Mikrofon aus“, entlarvt Müller-Eckhard den Steiger als Poser. Daneben durfte noch mal viel und herzlich über alte und neue Geierabend-Klassiker wie Siegfried & Roy, Joachim Schlendersack, Miss Annen, Radio Heimatlos, Wemser und Missgeburt oder Die zwei vonne Südtribüne gelacht werden.

„Ich hoffe ja, die Polizei kommt tatsächlich mal und dreht den Strom ab“, unkte der Steiger angesichts einer gehörigen Zeitüberziehung, aber trotz mehr als drei Stunden Programm kam es dazu dann doch nicht. Tickets für den wie immer amüsanten Geierabend 2013 gibt es auch im Leserladen unserer Zeitung am Ostenhellweg 42-48.

Silke Rathert



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