Zoff unter Dortmunds U-Turm
07.09.2010 | 18:54 Uhr 2010-09-07T18:54:00+0200
Dortmund.Das Drama um die U-Turm-Eröffnung geht in die nächste Runde. Erneut sind Termine nicht zu halten. Und: Zwischen der Stadt und den beteiligten Bauverantwortlichen, darunter Gerber Architekten, braut sich was zusammen.
Nun ist es also ‘raus: Nicht nur der Umzug des Ostwallmuseums ins Dortmunder 2010-Vorzeigeprojekt muss verschoben werden. Jetzt wackelt auch der Termin der hochkarätigen Sonderausstellung „Bild für Bild” auf der 6. Etage des Turms. Diese Schau mit Werken aus dem Pariser Centre Pompidou sollte nach langem Hin und Her das Ausstellungs-Highlight der Kulturhauptstadt in Dortmund werden. Wie bereits berichtet, wird die Eröffnung der Ostwall-Sammlung im U-Turm nun um 14 Tage auf den 8. Oktober verschoben.
Der 8. Oktober galt bislang aber als gesetzter Eröffnungstermin für die Pariser Ausstellung. So steht es in der U-Turm-Programmbroschüre „Prolog”. Doch nun rückt der Start der Schau weiter nach hinten - womöglich bis ans Ende des Jahres. Von Mitte Dezember ist die Rede. Offizielle Begründung der Stadt: eine Anfrage der Kulturhauptstadt-Gesellschaft, die nach dem Loveparade-Desaster in Duisburg nach alternativen Abschluss-Veranstaltungen Ausschau hält. „Für diese Anfrage gibt es große Sympathien”, erklärte nun Kurt Eichler, Geschäftsführer der städtischen Kulturbetriebe. Geklärt ist aber bisher noch nichts. Ob Paris der Verschiebung überhaupt zustimmen und sie auch bewerkstelligen kann: Fragezeichen.
Keine Sympathien scheinen Eichler und andere Vertreter der Stadt dagegen derzeit für die U-Turm-Architekten und deren Projektsteuerer Assmann zu hegen. Eine Pressekonferenz im Turm, zu der Gerber Architekten am Dienstag geladen hatte, geriet unfreiwillig zum Lehrbeispiel einer desaströsen Kommunikationspolitik. Völlig unabgestimmt erschienen Turm-Baumeister und die Vertreter der städtischen Bauherren. Mit versteinerten Mienen verfolgten Eichler und die beiden Museumsdirektoren Weick (MKK) und Wettengl (Ostwall), wie die Architekten beharrlich der weitgehenden Erfüllung aller Terminabsprachen das Wort redeten und allenfalls eine Bauverzögerung „von zwei Tagen” einräumten. „Die Museumsetagen vier und fünf können sofort genutzt werden. Die sechste Sonderausstellungsetage steht spätesten zum 8. Oktober wie vereinbart zur Verfügung”, betonte Prof. Bodo Weidlich vom Projektsteuerer Assmann.
Das jedoch mochte Eichler nicht recht glauben. „Nächsten Montag“ werde die Stadt prüfen, ob die Anforderungen in punkto Raumfeuchtigkeit, Diebstahlsicherung und Brandschutz erfüllt seien. Danach werde man abwägen, „in welcher Form, in welchem Umfang und mit welchen Kunstwerken“ man am 8. Oktober an den Start gehen werde. Eichler: „Wir können mit den millionenschweren Kunstschätzen der Stadt nicht fahrlässig umgehen.“
11:21
RRRRRRRichtig.!!!!!!!!!!!!
Früher hieß das auch nicht FORDERTURM sondern
hier mal den Urgroßvatter oder die Mama fragen
F Ö R D E R T U R M
11:05
Die Kernfrage ist nicht :
Wie zerrede ich das Teil möglichst effektiv wegen der jetzt unübersichtlichen Terminierung.
Die Frage ist wie motiviere ich , die 600.000 ???? Dortmunder ??? und die restlichen 17 Millionen ?????? Rhein-Ruhrgebietler mit Kreativität und zur Kreativität.???????
Wie schaffe ich es dort nachhaltig Investoren - nicht Abzocker - zu finden die dort innovativst tätig sind , weil hier ja keine Beschäftigungs-,Kulturverwaltungsruine entstehen sollte ,sondern eine Kreativitätsproduktionsstätte.-Woll
Dortmund war nicht deshalb Bierhauptstadt Europas , weil dort schöne alte Flaschen der Konkurrenz gesammelt und ausgestellt wurden, sondern:) weil man es einfach woanders nicht so gut brauen konnte.
Wußtet ihr nicht - aber ihr habts immer geahnt :)
Außerdem muß im Umfeld noch einiges aufgeforstet werden z.B. die EX DAG und der Spa -Bereich des Ubique Hotels .
Also die Möglichkeiten sind da selbst mit günstigsten Mitteln.
18:33
Klamme kommunale Kassen und hehre Kulturziele dank Ruhr 2010 passen eben nicht zusammen.
War doch hoffentlich sowieso jedem vernünftigen Zeitgenossen klar - egal was gerade in der Presse steht.
Also nicht meckern, sondern das U schlicht & einfach finanziell so vernünftig als möglich fertigstellen.
Wir wollen endlich aufs Dach!
16:57
Der Artikel von Herrn Kohlstadt über das Drama U-Turm hat Substanz und bringt die Problematik auf den Punkt.
10:45
@ scherzkeks
Sehr gut - Danke. Schon ausgedruckt, verteilt und weirerzählt.
04:45
Beim Radiosender Do 91,2 kam Gestern folgendes:
Der Termin wurde vom Bauverantwortlichen lediglich um 4 Tage verschoben. Die Stadt machte gleich WOCHEN daraus. Des weiteren war im Radio zu hören,das für ein Projekt dieser Größe eigentlich 1,5 Jahre mehr Bauzeit von Nöten gewesen war, aber die Stadt Dortmund nur gedrängelt hat.
04:14
@ #5
Hoffentlich weiß Herr Professor Gerber, was er sagt
Er und Prof. Weidlich wissen, was sie sagen, wenn sie auf die mangelhafte Zielsetzung im Zeitplan hinweisen. Frage ist nur, ob die Stadt noch weiß, was sie wollte und was ihre Auftragnehmer deswegen *nicht* sagen dürfen.
Laut noch nicht bestätigten Infos sind wir mittlerweile bei 78 Mios Umbaukosten, die ab 2011 laufenden Unterhaltskosten von schön gerechneten 3-4 Mios pro Jahr nicht eingerechnet. Die Fördersumme des Landes ist bei 50 Mios gedeckelt.
Alles, was darüber hinaus geht, trägt die Stadt selbst und muss darüber hinaus noch fürchten, dass die bisher geflossenen Fördermittel wegen nicht erreichter Zielsetzung nachträglich gekürzt werden und sie von diesen Mitteln auch noch X Teile zurückzahlen muss.
Es sind halt diese Hinterher ist man immer schlauer-Sachen, die unsere Stadt auf Dauer völlig handlungsunfähig machen. Da wird auch Bollermanns Gerd nichts gegen unternehmen können.
01:27
Treffen sich zwei Dortmunder. sagt der Eine: Die haben jetzt einen neuen Chagall im Dortmunder U. darauf der Andere: Wie heisst der denn? Sagt der Eine: Erst hiess der liebendes Paar in der Sonne aber nachdem der Sprinkler ausgelöst hatte, heisst der nun Liebespaar im Wolkenbruch - zum Glück war der aber nur geliehen ...
01:19
Treffen sich zwei Dortmunder. sagt der Eine: Beim Dortmunder U gibt es Zoff zwischen Gerber und der Stadt Dortmund. Sagt der Andere: Aber der Gerber Entwurf war doch Klasse. Darauf der Eine: es geht doch nicht um den Entwurf - Gerber baut doch ..
00:25
Feuerwehrkontrolle im Dortmunder U. Fragt ein Besucher:Sie kontrollieren hier den Brandschutz? Antwortet der Feuerwehrbeamte: Nur indirekt. Wir haben hier eine Sprinkleranlage. Ich kontrolliere die Schwimmwesten für die Besucher ...