Zoff um „Saufraum“ in der Nordstadt von Dortmund
13.07.2011 | 11:48 Uhr 2011-07-13T11:48:00+0200
Dortmund.Für Wirbel hat am Dienstag der Antrag der Dortmunder SPD gesorgt, den geplanten Saufraum in der Nordstadt fallen zu lassen. Christiane Krause (CDU) wertete diesen Antrag als „Unverschämtheit und Frechheit hoch drei“.
Für Dortmunds SPD-Fraktion ist die Einrichtung eines „Saufraumes“ am Nordmarkt nach Kieler Vorbild gescheitert, da sich bisher auf die Ausschreibung hin niemand gemeldet habe , mit dem das Projekt für die Trinkerszene wie geplant umgesetzt werden könne.
In diesem Punkt trennen die beiden Fraktionen Welten. Während die SPD behauptet, „dass das Ausschreibungsverfahren für den Saufraum am Nordmarkt ergebnislos beendet wurde“, behauptet die CDU: „Es gibt weiterhin Bewerber zum Betreiben der Einrichtung.“ Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz klärte auf, dass „in der ersten Runde sehr wohl ein Bewerber angebissen“ habe. Ein Konzept befindet sich in der Feinabstimmung mit Arnsberg.
Abweichendes zwischen SPD und CDU auch bei der Einschätzung des Kieler Vorbildes. Ordnungssprecher Dirk Goosmann: „Selbst in Kiel ist der dortige Saufraum ohne Erfolg.“ Hierzu die CDU: „Wir haben noch heute mit Kiel telefoniert und uns vom Gegenteil überzeugen lassen.“ Die SPD fordert in ihrem Antrag: „Der Rat der Stadt Dortmund erklärt das Projekt Saufraum nach Kieler Vorbild für die Stadt Dortmund für erledigt und hebt die Ratsbeschlüsse zur Errichtung eines Saufraumes am Nordmarkt deshalb auf.“
Entsprechende Fördermittel aus dem Landesprogramm Soziale Stadt sollten insbesondere zur Stärkung von tagesstrukturierenden Maßnahmen für alkoholkranke Menschen eingesetzt werden.
Die SPD will prüfen lassen, ob die vorgesehenen Mittel nicht bei „Passgenau“ des Diakonischen Werkes besser aufgehoben sind. Passgenau sei durch die Neuordnung bei SGBII in seiner Existenz gefährdet und biete gute Angebote für Alkoholkranke am Nordmarkt.
Nordstadt-Dialog am 19. Juli
Im Zusammenhang mit der Schließung des Straßenstrichs in Dortmund hat der Rat am 31. März 2011 auch die Öffnung der Sicherheitskonferenz in die Stadtbezirke beschlossen. Unter der Leitung von Sozialdezernentin Birgt Zoerner vereinbarten die Mitglieder der Sicherheitskonferenz in ihrer Juni-Sitzung, die erste öffentliche Veranstaltung in der Dortmunder Nordstadt durchzuführen.
Einige Nordstadt-Quartiere seien in den letzten Monaten durch negative Schlagzeilen rund um Themen wie Straßenprostitution und problematische Häuser Gegenstand der öffentlichen Diskussion geworden. Andererseits hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt.
Über die aktuellen Entwicklungen möchten Polizei und Stadtverwaltung mit allen Interessierten beim „Nordstadt-Dialog“ am Dienstag, den 19. Juli 2011 um 19.30 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50-58, ins Gespräch kommen. Sozialdezernentin Zoerner, der stellvertretende Polizeipräsident Ingolf Möhring und Ansprechpartner aus den relevanten Bereichen bei Polizei und Verwaltung stehen für die Beantwortung von Fragen und für die Diskussion zur Verfügung.
17:02
Neben einem Saufraum , wünsche ich mir noch einen Verweilraum für alle Fremdgänger/innen
das ewig sich verstecken .... DAS hört dann auf !
16:35
Wenn der CDU soviel an dem Saufraum liegt, kann sie doch bestimmt in ihrer Geschäftsstelle einen solchen zur Verfügung stellen. Und Ehrenamtlich zur Betreuung werden sich doch auch finden lasse, oder? Aber im Ernst: Bei der Säuferszene handelt es sich doch mit Sicherheit nicht n u r um Obdachlose. Warum laden sich die Kumpels nicht zu sich nach Hause ein? Wieso muss der Steuerzahler diesen Raum auch noch finanzieren?
15:03
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13:52
Oh Ihr armen Dortmunder, zu den Prostituierten dürft ihr nicht mehr. Und saufen auch nicht.
Ihr hattet doch mal so schöne Brauereien, und niemand will einen Saufraum betreiben.