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Razzia

Zeitgleiche Durchsuchung in Aachen

Bei der Durchsuchung in Dortmund werden Vermögen und Besitz von Rechtsextremen beschlagnahmt.Foto: WAZ FotoPool

Auch die Aachener Polizei durchsucht seit dem Morgen zahlreiche Wohnungen von Rechtsextremisten. Im Raum Aachen, Düren und Heinsberg sind laut Polizei mehr als 200 Beamte im Einsatz. Sie durchsuchen etwa 48 Objekte. Wie die Polizei mitteilt ist diese Aktion der umfangreichste Schlag gegen Rechtsextreme im Bereich Aachen.

Bei der "Kameradschaft Aachener Land" war es laut Polizei zunächst schwierig, ihnen Vereinsstrukturen nachzuweisen. Die Vereinigung sei in keinem Vereinsregister eingetragen gewesen. "Es können nur Vereine, nicht Kameradschaften verboten werden", erklärte ein Sprecher.

Erst im April waren Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die rechte Szene in Nordrhein-Westfalen vorgegangen. Dabei wurden 20 Gebäude in Radevormwald, Düsseldorf, Wuppertal und Essen durchsucht, darunter das Fraktionsbüro der rechtspopulistischen Partei Pro NRW. Außerdem vollstreckten die Beamte Haftbefehle.

Nach einer jüngst veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen ist Kriminalität aus dem rechtsextremen Milieu weiterhin ein Problem in NRW. Mit 1517 rechtsmotivierten Straftaten habe es zwischen Januar und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 52 Fälle mehr gegeben. Für das 2011 wurde mit 3015 Straftaten der dritthöchste Wert für rechte Kriminalität in NRW in den vergangenen zehn Jahren registriert. (dapd/we)

Razzia bei Nazis in Dortmund

 

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