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Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter: 37 720 ohne Job

30.09.2008 | 19:28 Uhr

Die Herbstbelebung macht sich auch auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt bemerkbar. Im September sank die Zahl der Arbeitslosen auf 37 720 Menschen - der niedrigste Stand seit November 2002.

7132 Personen waren bei der Arbeitsagentur und 30 588 bei der JobCenterARGE Dortmund registriert. Damit hat die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent (-814) abgenommen und liegt nun bei 13,4 Prozent. Im Vergleich zum September 2007 ging die Zahl der Menschen ohne Job sogar um 5,7 Prozent (-2289) zurück.

In der Arbeitslosenstatistik tauchen allerdings nicht die Menschen auf, die zurzeit in einem Ein-Euro-Job arbeiten oder eine Weiterbildungsmaßnahme absolvieren. In Dortmund sind das nach Angaben der Agentur für Arbeit jeweils rund 3000 Menschen. "Seit Jahren eine konstante Größe, die den positiven Trend nicht schmälern soll", sagt Stefan Kulozik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund.

Er führt die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auf die traditionelle Herbstbelebung zurück. "Mit dem Ferienende im August stieg die Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben dabei alle Personengruppen profitiert. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ging durch den Ausbildungsbeginn im September noch einmal zurück." Im Vorjahresvergleich ging die Arbeitslosigkeit der Unter-25-Jährigen um 11,8 Prozent zurück (-483) auf 3448 zurück. Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt werde auch noch die nächsten Monate anhalten, ehe er dann im Winter - wiederum saisonal bedingt - abgeschwächt werde.

Mit Sorge allerdings blicke Stefan Kulozik auf das kommende Jahr: "Es gibt erste Anzeichen, dass sich der Arbeitsmarkt nicht so gut wie bisher entwickelt." Da viele Unternehmen neue Mitarbeiter nur befristet einstellten, wären diese die ersten, die im Falle einer Rezession nicht weiter beschäftigt würden. Noch jedoch gehe es der heimischen Wirtschaft gut. "Die Auftragsbücher sind voll. Die Krise im Banken- und Immobilienbereich ist noch nicht zu uns vorgedrungen", so Stefan Kulozik. Kommentar

Von Gregor Boldt

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