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Wunschliste für 300 Mio Euro

08.06.2009 | 17:55 Uhr

Die (Wunsch-)Liste ist lang. Rund 300 Mio Euro erhoffen sich die TU Dortmund und die Fachhochschule Dortmund, damit der Sanierungsstau bei ihren Hochschulbauten aufgelöst werden kann.

Nachdem NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart am 10. Dezember 2008 angekündigt hatte, dass acht Mrd. Euro bis zum Jahr 2020 in die Modernisierung von Hochschulen im Lande fließen sollen, davon fünf Mrd. Euro bis 2015, haben TU und FH in Dortmund ihre Vorhaben in Abstimmung mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in Dortmund präzisiert.

Auf Projekte, die über 40 Mio Euro in der Summe machen, ist die FH gekommen. Neben den Altstandorten Sonnenstraße/Neuer Graben und Max-Ophuels-Platz steht auch die Sanierung des FH-Baus Emil-Figge-Straße 44 auf der Sanierungsliste. Die TU hat - so seriöse Schätzungen - gut 250 Mio Euro Modernisierungs- und Sanierungsbedarf angemeldet. Prof. Dr.-Ing. Uwe Schwiegelshohn, Prorektor der TU (für Finanzen) bestätigt die Summe auf Anfrage der WAZ nicht, er dementiert sie aber auch nicht.

Sicher sei, so Schwiegelshohn, dass viel investiert werden müsse. Auf der Priorätitenliste ganz oben stehe die Sanierung der Chemie- und Physikgebäude auf dem Campus Nord. Diese Maßnahme hatte Minister Pinkwart im Dezember 2008 auch als Beispielprojekt genannt. „Wir planen, im laufenden Betrieb zu sanieren”, so Schwiegelshohn. Damit dies klappt, soll ein Neubau an der Otto-Hahn-Straße (zwischen dem Neubau des Instituts ISAS und dem alten Physik-Bau) errichtet werden. In vier Etappen soll die Chemie/Physik-Modernisierung und -Sanierung erfolgen. Ob der geplante Fertigstellungstermin im Jahr 2011 einzuhalten ist? Baufachleute bezweifeln das, denn eigentlich sollte der Baustart 2009 erfolgen, doch bisland ist es bei den Plänen geblieben.

Dringender Modernisierungsbedarf bestehe im Hochschulrechenzentrum. Und die Geschossbauten IV und V auf dem Campus Süd seien zu sanieren, so Schwiegelshohn Auch ein großes - und teues - Wunschprojekt der TU: Ein Neubau für die Uni-Bibliothek, denn eine Sanierung habe sich als völlig unpraktikabel herauskristallisiert.

Im Düsseldorfer Ministerium laufen noch Klärung und Abstimmung, so Moritz Ballensiefen, Pressesprecher im NRW-Innovationsministerium, gestern gegenüber der WAZ.  Im 4. Quartal 2009 werde spätestens entschieden, was von den Wünschen der Hochschulen erfüllt werden kann. Mit einigen Hochschulen habe man bereits geklärt, welche Wünsche auch Wirklichkeit werden könnten.

Grundsätzlich muss angemerkt werden: Das Programm des Landes ist hoffnungslos überzeichnet. Der Sanierungsstau ist größer als der Finanztopf, der zu Verfügung stehen soll.

Klaus BUSKE

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