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Feuerwehr-Einsätze in Dortmund

Wohnungen und Dach standen in Silvesternacht in Flammen

01.01.2016 | 14:43 Uhr
Lichterloh in Brand stand eine halbe Stunde nach Beginn des neuen Jahres das Dach eines Mehrfamilienhauses an der Schlagbaumstraße in Sölde.
Lichterloh in Brand stand eine halbe Stunde nach Beginn des neuen Jahres das Dach eines Mehrfamilienhauses an der Schlagbaumstraße in Sölde.Foto: Nils Foltynowicz

Dortmund.  In der Silvesternacht rückte die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen in Dortmund aus: In Hörde stand kurz vor dem Jahreswechsel eine Wohnung in Flammen - in Sölde ein Dachgeschoss kurz nach Neujahr. An anderen Orten musste die Feuerwehr löschen, weil eine Balkonkonstruktion, ein Treppenhaus oder Gerümpel brannten.

Es gab 60 Einsätze der Feuerwehr und 196 Rettungswagenfahrten zwischen 0 und 8 Uhr: Die Feuerwehr hatte an Silvester und in der Nacht zum 1. Januar einiges zu tun. Mehr und größere Einsätze als in einer Silvesternacht üblich waren es dennoch nicht: Ein Feuerwehr-Sprecher sprach am Mittag des Neujahrstages von einer "normalen Silvesternacht". Schlimm verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen bei den Bränden, zu denen die Feuerwehr ausrückte, niemand.

In Hörde stand am Silvesterabend eine Wohnung an der Unverhofftstraße in Flammen. Um 23.32 Uhr ging die Meldung in der Leitstelle ein - den kurz darauf eintreffenden Einsatzkräften schlugen Flammen aus einer Wohnung im Erdgeschoss entgegen.

Alle Personen, die sich in der Wohnung befanden, konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Alle mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Zwei Kinder und drei Erwachsene wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht.

Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer auf die Nachbarwohnungen ausbreitete. Die betroffene Wohnung wurde für nicht mehr bewohnbar erklärt. Die Brandursache wird noch durch die Polizei ermittelt.

Das neue Jahr war erst eine halbe Stunde alt, da wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in Sölde gerufen. An der Schlagbaumstraße brannte es im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses aus bislang noch nicht bekannter Ursache.

Personen befanden sich nach Angaben der Feuerwehr nicht im Gebäude, es wurde niemand verletzt. Die Einsatzkräfte bekämpften die lodernden Flammen von der Drehleiter aus. Zwei Trupps mit Atemschutz gingen zudem in das Gebäude.

Gegen 1.30 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen, teilte ein Feuerwehr-Sprecher mit; gegen 3 Uhr kontrollierte die Feuerwehr das Dach noch einmal.

Um 23.55 Uhr rückte die Feuerwehr zu einem Balkonbrand an die Großstraße in Huckarde aus. Dort brannte die hinter einem Haus mit sechs Wohneinheiten gelegene Holz-Balkonkonstruktion.

Die Polizei ermittelt die Ursache des Brandes: Dieser entstand wahrscheinlich auf dem Balkon der Wohnung im Hochparterre und breitete sich sowohl nach oben auf den Balkon des ersten Obergeschosses als auch auf die Hausfassade mit den Balkontüren aus. Die Feuerwehr konnte die Ausbreitung des Feuer auf die komplette Fassade und die weiteren Balkone verhindern.

Weil die Drehleiter nicht auf der Rückseite des Hauses positioniert werden konnte, mussten die Einsatzkräfte mit tragbaren Leitern arbeiten. Sie entdeckten auch eine Propangasflasche, die zuerst gekühlt und dann aus dem Gefahrenbereich entfernt wurde.

Sämtliche Bewohner des Hauses befanden sich bereits außerhalb des Gebäudes. Drei Personen erlitten - vermutlich wegen der Aufregung - Kreislaufprobleme. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt.

Bei beiden betroffenen Wohnungen wurden die Balkontüren durch das Feuer zerstört; die Wohnungen wurden mit einem Hochleistungsbelüftungsgerät wieder entraucht. Die Wohnung im Hochparterre ist zurzeit durch den Brandschaden nicht bewohnbar.

Nach einem Brand an der Bornstraße am Silvesterabend gegen 21.45 Uhr sucht die Polizei (Tel. 0231/1327441) Zeugen: Ein Unbekannter hatte offenbar das Feuer gelegt, das im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses sowie an einer Mülltonne im Hinterhof brannte.

Ein 44-jähriger Hausbewohner bemerkte laut Polizei eine Rauchentwicklung in seiner Wohnung sowie im Treppenhaus. Er rief die Polizei, und die Beamten entdeckten einige Meter vor der Hauseingangstür einen brennenden Benzinkanister sowie eine Brandstelle im Treppenhaus. Im Hinterhof brannte eine Mülltonne.

Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen - verletzt wurde niemand. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus und sucht Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben.

In Scharnhorst rückte die Feuerwehr am Silvesterabend gegen 21.33 Uhr an die Gleiwitzstraße aus: Auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses brannte Gerümpel. Auslöser des Feuers war laut Feuerwehr eine Silvesterrakete, die brennend auf dem Balkon gelandet war. Die Bewohner der Wohnung waren nicht zu Hause - es wurde niemand verletzt.

20 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren im Einsatz. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr löschte das Feuer von der Drehleiter aus; ein weiterer Trupp kontrollierte das Treppenhaus und das Innere der Wohnung.

Auch im Hinterhof eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses am Nordmarkt stand an Silvester - gegen 17.30 Uhr - Gerümpel in Flammen. Hier, teilte die Feuerwehr mit, sei es aber vermutlich in Brand gesetzt worden.

Das Feuer wurde durch die Bewohner vor Eintreffen der Feuerwehr erfolgreich mittels Pulverlöscher gelöscht. Durch die große Hitzeentwicklung wurde eine Scheibe im Treppenraum zerstört, sodass massiv Brandrauch eindringen konnte.

Michael Schnitzler

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2016-01-01 14:43
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