Wohnhaus wird in Dortmund auf Hochbunker gebaut

Auf diesem Bunker in Dortmund entsteht ein Haus.
Auf diesem Bunker in Dortmund entsteht ein Haus.
Foto: Felix Guth
Was wir bereits wissen
Es wird wohl Dortmunds verrücktestes Wohnhaus: Am Leierweg in der westlichen Innenstadt entstehen zwei Wohnungen auf einem Hochbunker.

Dortmund.. Den Bunker am Leierweg in Dortmund nutzen seit mehr als 20 Jahren Musikbands als Proberaum. Nun soll direkt auf dem Bunker ein Wohnhaus gebaut werden. Was steckt hinter diesem Bauprojekt? Wir beantworten an dieser Stelle die wichtigsten Fragen.

Wer steckt hinter diesem Projekt?

Der Architekt Bert Bielefeld erfüllt sich mit dem ungewöhnlichen Bau einen alten Traum. "Die Idee hat mich sehr lange beschäftigt." Genauer: Seit über zehn Jahren, also seitdem jenseits des Tremoniaparks auf dem Boden einer ehemaligen Industriebrache ein komplett neues Stadtviertel herangewachsen ist. Den Bunker als Abschlusskante der Straße hat Bielefeld schon immer im Blick gehabt. "Es ist die letzte Möglichkeit in dieser Ecke überhaupt noch etwas zu machen."

Wie weit sind die Planungen?

Drei Jahre habe die Genehmigung bei der Stadt gebraucht. Jetzt darf Bielefeld aufstocken. Denn der Bunker muss stehen bleiben - nicht nur weil ein Abriss nahezu unbezahlbar wäre.

Wie wurde das Gebäude bislang genutzt?

Das Gebäude ist ein wichtiger Teil der Dortmunder Musik-Subkultur: Seit 1994 wird der Bunker von bis zu 70 lokalen Bands als Übungsraum genutzt, Vermieter ist die Firma "Bunker-Gemeinschafts-Zentrum" aus Oberhausen. Ein lukratives Geschäft bei Mieten von bis zu 200 Euro.

Sind die Musiker ein Problem für den Architekten?

Bert Bielefeld baut ein Haus auf dickem Beton, durch den rund um die Uhr Musik klingt. 1,50 Meter Beton liegen zwischen Proberaum und Wohnung. "Man hört nichts", sagt Bielefeld, für den die Rock&nRoll-Nachbarschaft deshalb kein Problem ist. "Man berührt sich nicht mit den Nutzern."

Wann ist das Haus fertig?

Ende des Jahres soll das Haus fertig sein. Es wird einen eigenen Zugang über zwei Treppen und einen Seitenhof geben. In zehn Metern Höhe zu bauen ist eine Herausforderung in Sachen Statik und auch Elektrik. Aufwand, der sich laut Architekt lohnt, angesichts von üppigen Dachgärten und freiem Blick auf Schnettkerbrücke und Emschertal.

An dieser Stelle wird gebaut: