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Daten-Serie "Heimatkunde"

Wo Dortmunds ausländische Gemeinden leben

05.01.2016 | 04:30 Uhr
Mehr als jeder siebte Dortmunder hat einen ausländischen Pass. Besonders bunt ist die Stadt am Münsterstraßenfest im Sommer in der Nordstadt.
Mehr als jeder siebte Dortmunder hat einen ausländischen Pass. Besonders bunt ist die Stadt am Münsterstraßenfest im Sommer in der Nordstadt.Foto: Archivfoto: Dieter Menne/Dieter Menne

Dortmund.  Dortmund ist eine internationale Stadt: Mehr als jeder siebte Dortmunder hat einen ausländischen Pass. In unserer Daten-Serie "Heimatkunde" zeigen wir, was die größten Minderheiten sind, wie sie sich entwickelt haben - und wo ihre Gemeinden am stärksten sind.

Genau 88.357 Menschen mit ausländischem Pass leben in Dortmund - das sind 15 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt (dazu gehören nicht die Dortmunder mit ausländischen Wurzeln, deren Eltern aus dem Ausland nach Dortmund gekommen sind, die aber selbst einen deutschen Pass haben).

Schaut man sich ihre Verteilung auf das Stadtgebiet an, so erkennt man schnell einen Schwerpunkt: die Nordstadt. Rund um den Nordmarkt sind die Ausländer sogar in der Überzahl (50,2 Prozent). Die Begründung ist einfach: verfügbarer Wohnraum, billige Mieten, gute Infrastruktur - die Nordstadt ist ein klassischer Ankunftsstadtteil, wie es Statistiker nennen. Ganz anders sieht es im Südosten aus: In Sölderholz hat lediglich 2,1 Prozent der Bevölkerung keinen deutschen Pass. [Nach der Karte: Was sind Dortmunds größte ausländischen Minderheiten?]

So funktioniert die Karte: Klicken Sie auf die "+/-"-Symbole oben links, um in die Karte hinein- oder aus ihr herauszuzoomen. Klicken Sie auf die farbigen Flächen, um mehr Informationen zu den einzelnen Stadtteilen zu bekommen. Sie können auch nach ihrer Adresse suchen, um ihren Stadtteil zu finden. Bitte geben Sie nach Ihrem Straßennamen den Zusatz "Dortmund" in die Suchmaske ein.

Und Dortmund wird immer internationaler: Zum Jahreswechsel 2014/15 lebten über 14.000 Ausländer mehr in der Stadt als noch zur Jahrtausendwende. Die nach wie vor dominierende ausländische Minderheit sind dabei die Türken. Mit fast 23.000 Staatsangehörigen übertrifft sie die nächstgrößere Gruppe um mehr als das doppelte. Auf Platz 2 folgen die Menschen aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawien (9980) und die Polen (8821).

Während die Zahlen der klassischen Einwanderungsländer wie Italien, Griechenland und der Türkei stagnieren oder sogar stark fallen, erlebt Dortmund seit der EU-Osterweiterung 2007 einen starken Zuzug aus Osteuropa. [Nach der Grafik: Hier haben die ausländischen Gemeinden ihre Zentren.]

Natürlich haben die meisten ausländischen Gemeinden ihr Zentrum in der Nordstadt - doch auch woanders in Dortmund gibt es kleine und große Kolonien der einzelnen Nationalitäten. Wir haben uns die Verteilung einiger Minderheiten etwas genauer angesehen. Klicken Sie die Nationalität an, die Sie am meisten interessiert, und schauen Sie, wo sie ihren Schwerpunkt in Dortmund hat!

Der Platzhirsch: die Türken

Die weit verstreuten Polen

Die ungewöhnlichen Russen

Die konzentrierten Rumänen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Unsere Serie Heimatkunde:von einem Projekt der Berliner Morgenpost

Der Platzhirsch: die Türken

Fast 23.000 türkische Staatsangehörige leben in Dortmund. Damit sind die Türken mit Abstand die größte ausländische Gruppe in der Stadt. Ihre Zahl ist zwar seit der Jahrtausendwende um fast 6000 zurückgegangen, doch das liegt vor allem einer gelungenen Integration: Viele Kinder von türkischen Einwanderern haben mittlerweile einen deutschen Pass.

Da sie teilweise schon seit Jahrzehnten hier leben, haben sich die Türken weit über Dortmund verteilt. Der Schwerpunkt ihrer Gemeinde ist aber nach wie vor die Nordstadt - insbesondere der Nordmarkt - und Eving:

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Die weit verstreuten Polen

Die ungewöhnlichen Russen

Die konzentrierten Rumänen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Die weit verstreuten Polen

Keine andere große Minderheit - bis auf die Türken - ist so weit verstreut über Dortmund wie die Polen - auch stärker als andere "alteingesessene" Nationalitäten wie etwa die Italiener oder die Griechen. Die Polen sind nicht nur in ihrem Hauptzentrum rund um den Nordmarkt stark vertreten. Auch im Gebiet Kaiserstraßenviertel/Körne gibt es viele Polen, ebenso in Lütgendortmund, Hörde, Scharnhorst-Ost und Eving.

Warum? Eine definitive Antwort darauf gibt es nicht. Doch generell gilt: Je integrierter eine Bevölkerungsgruppe ist, desto verstreuter lebt sie in der Gesellschaft. Das scheint bei den Polen der Fall zu sein - was umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass ihre Zahl seit der Jahrtausendwende um 5700 zugenommen hat.

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Der Platzhirsch: die Türken

Die ungewöhnlichen Russen

Die konzentrierten Rumänen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Die atypischen Russen

Die Russen fallen aus dem Muster: Sie sind die einzige der größeren Minderheiten in Dortmund, die ihr Zentrum nicht in der Nordstadt hat. Bei ihnen liegen die Schwerpunkte in Hörde und in Scharnhorst-Ost. Ein knappes Viertel aller 1900 Dortmunder Russen lebt in diesen beiden Stadtteilen.

Ein Grund für ihre Beliebtheit bei den Russen sind die so genannte Spätaussiedler ("Russlanddeutsche"), die Anfang der 1990er-Jahre in großer Zahl nach Dortmund gekommen sind und deutsche Staatsbürger sind. Clarenberg gehörte neben Scharnhorst-Ost und Westerfilde zu den Großsiedlungen, in denen diese Kontingentflüchtlinge Wohnraum fanden.

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Der Platzhirsch: die Türken

Die weit verstreuten Polen

Die konzentrierten Rumänen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Die konzentrierten Rumänen

Die Rumänen sind das Gegenstück zu den Polen: Im Gegensatz zu diesen konzentriert sich ihre Gemeinschaft extrem auf ein Quartier: Mehr als jeder zweite Rumäne in Dortmund lebt rund um den Nordmarkt und den Borsigplatz - ein Zeichen von noch fehlender Integration in die Gesellschaft (ein fast identisches Bild ist übrigens bei den Dortmunder Bulgaren zu sehen).

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Der Platzhirsch: die Türken

Die weit verstreuten Polen

Die ungewöhnlichen Russen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Die Italiener - verliebt ins Kaiserstraßenviertel

Die Italiener gehören zu den Gastarbeitern der ersten Stunde. Viele von ihnen sind in Dortmund geblieben - vorzugsweise in der Nordstadt, im Kaiserstraßenviertel und Hörde. Besonders rund um den Nordmarkt geht ihre Zahl jedoch seit der Jahrtausendwende stark zurück. Inzwischen wohnen dort fast 300 italienische Staatsbürger weniger als noch 2000. Die städtischen Statistiker sehen hier jedoch keinen Verdrängungswettbewerb am Werk. Die nachfolgende Generation würde vielmehr die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und somit aus der Statistik fallen.

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Der Platzhirsch: die Türken

Die weit verstreuten Polen

Die ungewöhnlichen Russen

Die konzentrierten Rumänen

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Die Griechen vom Dortmunder Hafen

Nirgendwo in Dortmund leben soviel Griechen wie im Hafenviertel: 580 leben zwischen dem Alten Hafenamt und der Grünen Straße. Immer beliebter wird jedoch der Osten der Stadt: Im Vergleich zum Jahr 2000 wohnen mittlerweile insgesamt 300 Griechen mehr im Kaiserstraßenviertel, Körne, Wambel und Brackel.

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Die weit verstreuten Polen

Die ungewöhnlichen Russen

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Thomas Thiel, Marie-Louise Timcke, Lukas Hansen

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2016-01-05 04:30
Dortmund