Wissenschaft bringt Dortmund Milliardenumsatz

Der Forschungsstandort Dortmund bringt ordentlich Geld im Stadtsäckerl.
Der Forschungsstandort Dortmund bringt ordentlich Geld im Stadtsäckerl.
Foto: WR RALF ROTTMANN

Dortmund.. Dortmund soll nicht mehr nur in Sachen Fußball die Nummer Eins sein. Der 2011 im Rat verabschiedete „Masterplan Wissenschaft“ soll Dortmund nun überregional als Wissenschaftsstadt etablieren.

Erste Ergebnisse einer regionalwirtschaftlichen Studie stellten Prof. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität (TU) und Odo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, gemeinsam vor. Demnach bringen die heimischen Hochschulen direkte Umsatzeffekte für die regionale Wirtschaft.

Umsatzeffekte in Milliardenhöhe

So ist die TU mit 3700 Beschäftigten und 27.000 Studierenden nicht nur die mit Abstand größte Forschungs- und Ausbildungsstätte vor Ort. Sie ist auch Anziehungspunkt für weitere Unternehmen.

Der benachbarte Technologiepark ist der größte seiner Art in Deutschland und bietet 8500 Menschen einen Arbeitsplatz.

Durch Konsum und Investitionen rechnet dir Wirtschaftsförderung mit Umsatzeffekten in Höhe von mindestens 1,2 Mrd Euro pro Jahr. Weitere 900 Mio Euro kommen durch den Technologiepark hinzu. Zum Vergleich: Der Gesamthaushalt der Stadt Dortmund beläuft sich auf 1,7 Mrd Euro im Jahr.

Absolventen in regionale Wirtschaft einbinden

Bislang konnten Hochschulabsolventen vor allem durch Gründungswettbewerbe in die regionale Wirtschaft eingebunden werden. Etwa 60 Prozent der TU-Absolventen - etwa 2500 jährlich - blieben nach erfolgreichem Abschluss in der Stadt und schufen teils neue Arbeitsplätze. Dies sei mitunter auch einer der Gründe dafür, dass Dortmund entgegen dem Trend im Ruhrgebiet 2011 einen Zuwachs an Einwohnern zu verzeichnen hatte. Durch den doppelten Abiturjahrgang werden im kommenden Jahr noch mehr spätere Fachkräfte in Dortmund leben.

Mit Hilfe des Existenzgründerprogramms „tu-startup“ soll nun die Zahl der Gründungen auf zukünftig 30 pro Jahr verdoppelt werden.

Ursula Gather hofft nun, dass die Grundfinanzierung der Universitäten nachgebessert wird, um die Mindereinnahmen von 20 Prozent seit 2006 aufzufangen.