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Neue DGB-Chefin:

"Wir dürfen uns nicht zu Tode sparen"

03.11.2009 | 08:00 Uhr

Dortmund. Die neue Chefin des DGB-Bezirks Dortmund-Hellweg, Jutta Reiter, warnt die Politik davor, Dortmund angesichts der brisanten Haushaltslage "zu Tode zu sparen".

Seit dem 22. Oktober ist sie im Amt. Jutta Reiter (44) vertritt die 170 000 Mitglieder im neuen DGB-Bezirk Dortmund-Hellweg. Im Gespräch mit der WAZ nimmt sie unter anderem Stellung zur aktuellen Dortmunder Haushaltsdebatte: „Es muss eine offene und öffentliche Debatte stattfinden. Das ist ein öffentliches Anliegen.”

Hohe Transparenz und Bürgernähe seien nötig. Man erwarte, dass wichtige bürgerliche Institutionen und auch der DGB bei der Suche nach dem richtigen Weg beteiligt werden. Reiter: „Wir können uns zu Tode sparen.” Aber das dürfe nicht passieren. Arbeit und Beschäftigung müssten erste Priorität bei der Wahl der Mittel haben, mit dem man den Etat in den Griff bekommen kann. Eine gemeinsame Kraftanstrengung lohne, sie schaffe auch Zusammenhalt, wenn es darum gehe, unpopuläre aber notwendige Wege zu gehen.

Jutta Reiter, die schon von 1992 bis 1997 als Jugendbildungsreferentin beim DGB in Dortmund arbeitete, ist nach 13 Jahren zurückgekehrt - und hat zunächst auch eine schwere organisatorische Aufgabe zu meistern: Bei der Delegiertenkonferenz am 22. Oktober, bei der sie gewählt wurde, wurde auch die Fusion des DGB Östliches Ruhrgebiet mit dem DGB im Kreis Soest beschlossen. „Ich muss jetzt erst einmal von Außen nach Innen arbeiten,” so Reiter. Wichtig sei, das ehrenamtliche Engagement in der Gewerkschaft weiter zu stärken. Ohne Ehrenamtliche, die vor allem in den sechs Ortsvereinen außerhalb Dortmunds wirken (Unna, Kamen, Bergkamen, Bönen, Lünen, Hamm, Lippstadt) arbeiten, läuft auch beim DGB nichts.

Zwei Schwerpunkte nennt Reiter für ihre Arbeit. Zum einen den Schutz der Arbeitnehmerrechte, zum anderen Bildung und Integration. Keine Gesellschaft könne sich leisten, Kinder mit Migrationshintergrund nicht zu fördern: „Das ist ein Potential, was wir sonst verschenken würden.” Und weiter: „Ohne progressive Beschulung haben die Kinder keine Chance.” Ganztagsbetreuung gehöre dazu. Von der „Herdprämie”, die Eltern nach dem Willen der neuen Bundesregierung ab 2013 erhalten sollen, hält Reiter „gar nichts.”

Und wie gefällt ihr Dortmund heute: „Die Stadt stellt sich positiver dar als vor 14 Jahren.” Damals ging sie als Referentin zur damaligen stellv. DGB-Vorsitzenden Ursula Engelen-Kefer.

Klaus Buske

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Kommentare
03.11.2009
22:34
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von Dr.Thor | #7

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03.11.2009
20:57
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von rene.bogdanski | #6

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03.11.2009
20:09
Wir dürfen uns nicht zu Tode sparen
von Fontänne | #5

Pass ma auf Du Doktorchen, Deine nationale und soziale Opposition lassen wa ma weg, woll. Die ******* kennen wa. Was wir brauchen sind Menschen, die sagen, dass neoliberale Politik, von wem auch immer, nicht verlangt, nicht gebraucht wird. Links und frei, international und gerecht, sozial und antikapitalistschs, dass ist das was wir brauchen. Natürlich friedfertig und nicht raumsuchend.

03.11.2009
18:48
Wir dürfen uns nicht zu Tode sparen
von klartexter | #4

Die nationale und sozialistische außerparlamentarische Opposition, in Wahrheit asoziales Verbrechertum in Reinkultur, wird, wenn es soweit ist, in Schulen, Hochschulen und Betrieben gnadenlos zusammengeschossen und zusammengebombt, so daß sie in ihrem eigenen Blut ersäuft. Aber das nur nebenbei. Jutta sollte die Wanderschuhe anziehen und nach Arnsberg ins Sauerland zu Diegel dem Igel pilgern, denn der hat in den nächsten Jahren finanzielle in Dortmundistan das Sagen!

03.11.2009
17:38
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von Dr.Thor | #3

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03.11.2009
17:37
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von Dr.Thor | #2

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03.11.2009
15:58
Wir dürfen uns nicht zu Tode sparen
von clh | #1

Wenn Arbeit und Beschäftigung oberste Priorität haben sollen, dann entfernt die Ehrenamtlichen und Leiharbeiter, schafft dafür sozialversicherungspflichtige Jobs an. Alles andere ist Heuchelei und glaubt kein Mensch mehr.

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