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Wie Ticket-Kontrolleure in Dortmund von Fahrgästen beschimpft werden

15.06.2012 | 09:00 Uhr
Ein Kontrolleur in der Dortmunder Stadtbahn.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Pöbeleien gehören mittlerweile zum Alltag vom fahrenden Personal in Dortmunds Bussen und Bahnen. Vor allem Kontrolleure werden immer häufiger verbal angegriffen. Immerhin: Die Zahl der Körperverletzungen ist rückläufig und Attacken bilden die Ausnahme.

Immer häufiger werden Fahrkartenkontrolleure der DSW21 oder Mitarbeiter der Deutschen Bahn verbal angegriffen, angepöbelt und müssen sich beschimpfen lassen. Die gute Nachricht: „Zum Glück sind die Zahlen rückläufig was Körperverletzungen angeht“, sagt Jens Flören, Sprecher der Bundespolizei, zuständig für den Bereich NRW. „Körperliche Angriffe auf Kontrolleure oder Fahrer sind Gott sei Dank auch bei uns die Ausnahme“, so DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann.

Gleichwohl werde der Ton immer rauer, so Winkelmann. Vor allem, wenn Schwarzfahrer erwischt werden. Deshalb schickt die DSW21 ihre Mitarbeiter zu speziellen Trainings bei der Polizei, dem Kriminalkommissariat Vorbeugung. Dabei geht es im Schwerpunkt um das Thema Deeskalation. Jeder Mitarbeiter werde seit etwa zehn Jahren durch das Programm geschleust. Von Vorteil sei für die Fahrausweiskontrolleure der Stadtwerke, dass sie zu zweit, in der Regel sogar zu viert unterwegs sind.

Tätliche Angriffe aber zurückgegangen

„Da können sich die Kollegen gegenseitig unterstützen.“ Erst in der vergangenen Woche war eine 47-jährige Mitarbeiterin der Eurobahn bei der Kontrolle von Fahrausweisen von vier jungen Frauen mit einem Messer bedroht worden . Da sich das Quartett, das keine Fahrausweise hatte, nicht ausweisen konnte, hatte die Mitarbeiterin die Bundespolizei alarmiert. Als Reaktion zog ein Mädchen aus der Gruppe ein Messer und erklärte der Eurobahnmitarbeiterin, dass sie diese abstechen werden, falls sie die Schwarzfahrer nicht aus dem Zug aussteigen lasse. Das Quartett konnte gefasst werden.

Solche Vorfälle seien die Ausnahme, so Bundespolizeisprecher Jens Fören. Die tätlichen Angriffe auf Bahnmitarbeiter seien zurückgegangen. Im Jahre 2009 gab es noch 149 körperliche Angriffe. Über 121 Delikte im Jahr 2010 sank die Zahl im vergangenen Jahr auf 88. Auch die Deutsche Bahn lasse das Personal durch Polizei und Bundespolizei schulen, erläutert Fören.

Kontrollen auch wieder in Bussen

Generell haben die Stadtwerke die Zahl der Fahrausweiskontrollen erhöht, auch mehr Personal für die Kontroll-Teams eingestellt. Im Jahr 2010 wurden in Dortmund 951 000 Fahrgäste überprüft, von denen 1,52 Prozent keine gültigen Fahrausweise hatten. 2011 führten die Stadtwerke dann 1,17 Millionen Fahrgastkontrollen durch. 1,42 Prozent der Überprüften hatte keine gültigen Tickets. Habe man aufgrund der Ticket-Lesegräte in den Bussen dort nicht kontrolliert, so werde man künftig auch wieder auf den Buslinien Kontrollen durchführen.

Kontrolleure im Einsatz

Andreas Winkelsträter

Kommentare
17.06.2012
12:54
Wie Ticket-Kontrolleure in Dortmund von Fahrgästen beschimpft werden
von Catman55 | #4

Warum wundert mich das nicht? Wenn man mal erlebt hat, wie Kontrolleure ihre Machtposition gegenüber Kindern und Jugendlichen ausgeübt haben, war es...
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Wie Ticket-Kontrolleure in Dortmund von Fahrgästen beschimpft werden
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/wie-ticket-kontrolleure-in-dortmund-von-fahrgaesten-beschimpft-werden-id6766807.html
2012-06-15 09:00
Dortmund, Nahverkehr, ÖPNV, Kontrolleure, Angriffe, DSW21
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