Wie die Stadt das Problem der klickenden Ampeln lösen will

Ausgleich der Interessen, eine Lösung für alle - die Stadt will bei der Diskussion um die dauerhaft klickenden Ampeln an mehreren Kreuzungen in der Stadt jetzt Tempo machen. Es könnte allerdings noch dauern, bis sich etwas tut. Wir verraten, warum.

Dortmund.. Stadtsprecher Frank Bußmann kündigt an, dass mit allen Beteiligten Termine an einer betroffenen Kreuzung vereinbart werden. "Wir machen das, umfeststellen zu können, welche Signalart und welche Lautstärke für beide Gruppen annehmbar ist." Dabei wird die "Agentur barrierefrei", eine Service-Agentur der Stiftung Volmarstein, beratend mit dabei sein - ein Wunsch mehrerer blinder und sehbehinderter Menschen.

Anlagen an sieben Kreuzungen

Die akustischen Signalanlagen waren an insgesamt sieben Kreuzungen nach einem Ratsbeschluss aus dem Mai 2014 umgerüstet worden. Das eigentlich erstrebenswerte Ziel, hier für Blinde und Sehbehinderte ein besser hörbares Signal anzubringen, wurde allerdings verfehlt. Stattdessen sind die Töne für Sehbehinderte an manchen Stellen verwirrend und damit gefährlich.

Anwohner sind von den dauerhaft klickenden Ampeln genervt. Es gab Beschwerden unter anderem von einer Kreuzung in Hörde, an der Märkischen Straße und am Neuen Graben/Hohe Straße - genauso aber auch in anderen Stadtteilen.

Mit dem "Feldversuch" möchte die Stadt nun die Wogen wieder glätten. "Bislang wurden mit Blick auf den Ratsbeschluss und nach seinen Vorgaben in Dortmund an sieben Ampelanlagen die Blindensignale auf die Normtöne und -lautstärke umgestellt. Die Umrüstung weiterer Anlagen wird jetzt ausgesetzt."

Politik wird neu entscheiden

Ob überhaupt und wie genau die Lautstärke der Töne korrigiert wird, wird nicht allzu schnell feststehen. Erst müssen die Termine feststehen, dann würden die Ergebnisse genau analysiert. "Die Ergebnisse mit einer Empfehlung zum weiteren Verfahren werden in eine Vorlage an die Politik einfließen", so Frank Bußmann.

So lange klicken die Ampeln weiter. Sie sind mit einer Technik versehen, bei der sich die Lautstärke an die Umgebung anpasst. Wird der Verkehrslärm leiser, wird auch der Ton leiser. Vor allem mit Blick auf die Kreuzung Nortkirchenstraße/Wellinghofer Straße in Hörde, wo 16 (!) Ampeltöne zusammen klingen, sagt Frank Bußmann aber: "Es ist offenbar nicht ausgeschlossen, dass Blindensignale sich an einzelnen, großen Kreuzungen in der Lautstärke gegenseitig hoch schaukeln können."