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Wenn das Herz schlapp macht

23.08.2010 | 20:26 Uhr
Wenn das Herz schlapp macht

Dortmund. Mit einem spannenden medizinischen Vortrag inklusive Fragestunde und Untersuchung geht es nach der Sommerpause in der Reihe „Live Medizin“ unserer Zeitung rund ums Thema Herz weiter.

Am 8. September referiert Prof. Thomas Griga, Chefarzt des Knappschaftskrankenhauses im Reinoldinum. Kostenlose Anmeldungen bei uns ab heute!

„Kein anderer Muskel im menschlichen Körper arbeitet im Prinzip so ununterbrochen, reibungslos und exakt wie das Herz“, berichtet Prof. Griga.  Es passt sich automatisch den Belastungen an, gleich ob geschlafen oder Schwerstarbeit geleistet wird. „Aber nicht jedes Herz ist frei von Störungen“, so der Mediziner. 

Häufigste Todesursache

„Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Das Herz kann stolpern und stottern, Extremschläge ausführen, anhaltend langsam oder sehr schnell schlagen, aber auch schwach werden“, sagt der Chefarzt der Medizinischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus.

Etwa eine Million Menschen in Deutschland kennen die Symptome einer chronischen Herzschwäche. Das Atmen fällt schwer,  die Knöchel schwellen an, die Nachtruhe ist durch Toilettengänge gestört. Aber ebenso wie bei der Herzschwäche werden auch die Symptome von Herzrhythmusstörungen sehr individuell wahrgenommen. Während manche Betroffenen sich durch ein paar harmlose Zusatzschläge bedroht fühlen, nehmen andere „selbst minutenlange lebensbedrohliche Rhythmusstörungen kaum wahr“, berichtet Prof. Griga aus seiner langjährigen Praxis.

Fehler in der "Elektrik"

Viele Rhythmusstörungen gehen auf Fehler in der „Elektrik“ des Herzens zurück, die angeboren sind oder im Laufe des Lebens entstehen können. Oft sind Herzmuskelentzündungen der Grund. Sie können beim Ausheilen Narben hinterlassen und behindern dann die elektrische Steuerung des Herzschlages. Krankheiten, die den Herzmuskel auf Dauer schädigen, können vom Herz selbst, von Blutgefäßen oder anderen Organen ausgehen. Es gibt zahlreiche Erkrankungsvarianten erklärt Prof. Griga, aber die häufigsten Ursachen von Herzerkrankungen sind Bluthochdruck, Krankheiten, die den Herzmuskel oder die Herzklappen direkt angreifen, wie Entzündungen, und schließlich Herzkranzgefäßerkrankungen.“

Daher sei es wichtig, einer Herzerkrankung so früh wie möglich entgegenzuwirken.

Die medizinische Infoveranstaltung am 8. September, 18.30 Uhr, im Reinoldinum am Schwanenwall ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber erforderlich. Ab sofort ist die Hotline unter 01802/404076 geschaltet (6 Cent/ Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/ Minute.

Gerald NILL

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