Weitere Van Netten-Mitarbeiter mussten gehen

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Was wir bereits wissen
Die Gesellschafter haben Van Netten im Stich gelassen: gestern mussten weiter Mitarbeiter gehen.

Die Süßigkeiten sind wettbewerbsfähig, das Unternehmen nicht: Van Netten kommt nicht in ruhigeres Fahrwasser, trotz abgespeckter Produktion, trotz geschrumpfter Mannschaft. Gestern wurden weitere Mitarbeiter freigestellt – von den ehemals 250 sind im zweiten Schritt jetzt nur noch weniger als ein halbes Dutzend im Betrieb, um „Stallwache“ zu halten.

Vorgestern hatten die Gesellschafter überraschend ihre Finanzierungszusage zurück- und dem Insolvenzverwalter damit den Teppich unter den Füßen weggezogen. Konsequenz: weitere Mitarbeiter mussten gehen. „Wir haben Van Netten auf einen Basisbetrieb zurückgefahren“. Zunächst, so Rechtsanwalt Dr. Paul Fink weiter, müsse man jetzt Klarheit in Bezug auf Kundenorder erhalten. Wichtig: Die Bürgschaftszusage des Landes steht.

Kurzfristig einberufene Betriebsversammlung

„Die Suche nach Investoren geht weiter“, gibt Fink nicht auf. Er führt den Geschäftsbetrieb des Dortmunder Süßwarenherstellers zur Standortsicherung fort. Die von den Kunden nachgefragten Produkte werden weiterhin produziert und ausgeliefert. In einer gestern kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung wurde die Belegschaft über die aktuelle Rettungsstrategie informiert. Politik, Betriebsrat, Gläubigerausschuss und der Insolvenzverwalter hatten sich zuvor für einen Insolvenzplan der van Netten ausgesprochen. Die Finanzierung sollte eben über landesverbürgte Kredite und Gesellschafterdarlehen erfolgen.