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Zuschüsse vom Land gesichert

Weiter Geld für Demenz-Servicezentrum

26.10.2009 | 18:49 Uhr

Dortmund. „Ein Schmuckstück”, freute sich Sozialdezernent Siegfried Pogadl über die gesicherte Weiterführung der überregionalen Einrichtung Demenzzentrum. Von einem „Erfolgsmodell” sprach Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, ärztlicher Direktor der LWL-Klinik in Aplerbeck.

Das Demenz-Servicezentrum, seit 2003 als Landesprojekt beim Fachdienst für Seniorenarbeit angebunden, ist für weitere drei Jahre gesichert. 150 000 Euro gibt es bis Mai 2012 vom Land als Zuschuss.

Das Demenz-Servicezentrum, an der Kleppingstraße 26 untergebracht, ist für Dortmund, Hagen, den Kreis Unna, den Märkischen Kreis, Ennepe-Ruhrkreis und das südliche Kreisgebiet Recklinghausen zuständig. Eine sehr enge Zusammenarbeit gibt es mit der Abteilung für Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik.

Arbeitsschwerpunkte des Demenz-Servicezentrums sind Maßnahmen zur Enttabuisierung der so genannten „Krankheit des Vergessens”, die Verbesserung von Versorgungsstrukturen zur Entlastung pflegender Angehöriger sowie Stärkung vorhandener Vernetzungsstrukturen.

Zahl Erkrankter nimmt deutlich zu

Die Zahl an Demenz Erkrankter nimmt ganz deutlich zu. Nach Hochrechnungen leiden rund 8000 Menschen in Dortmund daran, in der Region etwa 20 000. Medizinische Aussicht auf Heilung besteht nicht. Deshalb ist es Ziel des Demenz-Servicezentrums, gesunden Menschen zu vermitteln, wie mit der Krankheit umgegangen werden kann: durch Vorträge, Pflegekurse, Beratung, Aktionstagen, aber auch dem Aufbau ortsnaher Entlastungs- und Unterstützungsangebote.

Ein angestrebtes Ziel: in Dortmund sollen die zwölf Seniorenbüros stärker für die Erstberatung qualifiziert werden. Außerdem ist ein Aufbau häuslicher Entlastungsdienste im Stadtgebiet geplant sowie neuer Betreuungsgruppen.

Es gab auch kritische Anmerkungen. Mangelndes Interesse bei Hausärzten über das Krankheitsbild: „Zu den jährlichen zertifizierten Weiterbildungen kam einmal niemand, beim weiteren Angebot gerade mal zwei Ärzte”, bedauerte Chefärztin Petra Dlugosch von der LWL-Klinik.

Joachim vom Brocke

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