Warum die Currywurst bei McDonald's erst der Anfang ist

McDonald's bietet bald die McCurrywurst an.
McDonald's bietet bald die McCurrywurst an.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Ausgerechnet McDonald's reißt sich unsere Currywurst unter den Nagel, eine der wenigen kulinarischen Errungenschaften des Ruhrgebiets. Aber vielleicht muss man es so sehen: Unsere Spezialitäten erobern die Burgerbratereien. Und das könnte erst der Anfang sein. Womöglich folgen bald Döner „mit scharf“ und Gyros-Pommes.

Dortmund.. Die Currywurst ist, je nach Darreichungsform, entweder das Filet Stroganoff oder das Chateaubriand des kleinen Mannes. Und sie ist vielmehr noch ein Kulturgut des Ruhrgebiets, wo man in der Lage ist, auch kleinen Würstchen eine große Hymne zu widmen: „Kommse vonne Schicht, wat Schönret gibbet nich, als wie Currywurst.“

Und nun reißt sich ausgerechnet der Fast-Food-Multi McDonald’s eine der wenigen kulinarischen Errungenschaften des Ruhrgebiets unter den Nagel. Ein klassischer Fall von kulturellem Großmachtstreben. Möchte man meinen. Aber vielleicht ist es diesmal ja genau anders­herum: Die Spezialitäten des Ruhrgebiets erobern allmählich die Burgerbratereien – und verdrängen womöglich die Pappbrot-gerahmten Hackfleischscheiben von der Speisekarte. Da tun sich ganz neue Chancen auf: Wanne-Eickel-Wochen in Washington!

Und ist der Anfang erst einmal gemacht, werden sich in den Burgerbratereien dieser Welt womöglich auch die anderen Spezialitäten durchsetzen, die das Revier noch zu bieten hat – von Döner „mit scharf“ über Gyros-Pommes bis „Quattro Stagioni“.