Wandel als "wunderbare Chance"
28.01.2010 | 12:46 Uhr 2010-01-28T12:46:00+0100Dortmund. Kochenden Frösche und 100-jährige Omas, die für ein Video stundenlang staubsaugen: Sarah Schantin-Williams scheute keine ungewöhnlichen Bilder, um ihr Anliegen zu verdeutlichen: Habt keine Angst vor Internet und Co.!
Die Fachfrau für Change Mangement von WAN IFRA Associate Consultant und n-able consulting, am Donnerstagmorgen beim Forum Lokaljournalismus warb dafür, den Wandel als „wunderbare Chance“ zu nutzen.
Zurück ins Herz der Leser, dafür trat Schantin-Williams ein und eröffnete die Vortragsreihe mit einer lebendigen Rede. Unverzichtbar in diesem Zusammenhang ist aus Sicht der Engländerin ein klares Umdenken der Journalisten; der konkrete Entschluss, die Redaktionsstrukturen zu verändern. „Wer die Vision, das Ziel nicht verstanden hat, der wird nicht mitziehen.“ Der Wandel werde dann als Bedrohung empfunden. Aber ohne gut durchdachte und langfristig geplante Veränderungen kein Fortkommen.
Schantin-Williams zeigte sich für die Zukunft optimistisch: Die totgesagte Zeitung lebe. „ 42 Prozent der Menschen vertrauen der Zeitung.“ Das ist für Schantin-Williams eine „amazing platform“. „Leider vergessen viele Journalisten und Verleger das manchmal.“ Besonders die Lokalzeitungen hätten enormes Potenzial.
Ihr empfohlenes, aber nicht wirklich neues Konzept: Eine Geschichte stets in einer etwas anderen Variante über mehrere Kanäle zu verschiedenen Zeitpunkten verbreiten. So könne man von der Vertrauenswürdigkeit des Zeitungstitels profitieren, um Leser zu binden – online, mobil und auf Papier gedruckt.
Ein großes Stichwort sei „social media“: „Dieses Verlangen, vernetzt zu sein, gehört zu werden“ der Menschen müsse genutzt werden. Die Leser seien experimentierfreudig geworden – und die Zeitungen sollten ihre Scheu abbauen, den Lesern auch auf neuen Wegen zu folgen. Eins sei klar: „Wir können uns dem nicht entziehen. Veränderungen sind nun Teil des Alltags.“
16:40
Informativer Artikel. Wichtig zu ergänzen wäre jedoch noch, dass sich Change Management ansich sehr vielfältig ist und sich nicht nur auf Redaktionsstrukturen beschränkt, sondern auf jeden Bereich angewendet werden kann. Ein weiteres Beispiel dafür ist z.B. http://www.change-point.de/ in Hamburg.