Waldi Hartmann und der Vulkanausbruch
03.11.2009 | 14:28 Uhr 2009-11-03T14:28:00+0100
Dortmund. Er ist Moderator, Kolumnist und neuerdings auch Kabarettist: Waldemar Hartmann. Am 19. November ist „Waldi” mit seinem Kabarett-Programm „Born to be Waldi” in Dortmund. WR-Redakteur Andreas Winkelsträter sprach im Vorfeld mit ihm.
Wie ist denn Ihr Verhältnis zu Rudi Völler?
Waldemar Hartmann: Ja, das ist wunderbar. Das war ja nie schlecht. Der ist ja damals auf Dellinger und Netzer losgegangen. Und ich hab die Weißbier-Nummer abbekommen. Aber die hat mir ja auch nicht geschadet. Denn den Paulaner-Vertrag gibt's ja immer noch.
Das war so ein Moment, in dem Sie eher sprachlos waren...
Hartmann: Eher nicht. Auf meiner Tour hab ich ja ne kleine Leinwand mit Beamer und Zuspielungen. Natürlich ist da auch ein Stück vom Vulkanausbruch auf Reykjavik dabei. Als ich das geschnitten habe für meine Tournee, hab ich mir das noch einmal ganz angeschaut. Und da hab ich gesehen, dass ich sogar teilweise geschmunzelt habe. Weil ich die Situation geil gefunden hatte. Ich hatte keine Angst. Das war wie ne Situation wie die, als das Tor in Madrid beim BVB-Spiel umgefallen ist. Da hatten Jauch und Reif ja eine Sternstunde. Damals saß ich auf der Couch zu Hause und dachte mir, die sind schon ganz oben. Und da fällt denen noch so ein Tor vor die Füße. Und bei Rudi dachte ich im übertragenen Sinne: Das ist jetzt mein Tor. Und das musst du lösen. Und deshalb hat mir das eher Spaß bereitet.
Wie kam es dazu, dass Waldemar Hartmann Sportreporter wurde?
Hartmann: Ich hatte ne Kneipe in Augsburg. Und in der verkehrten einige Journalisten, meist Sportjournalisten, weil da auch viele Fußballer waren. Ich hab damals festgestellt, dass acht von zehn Journalisten den Wunsch hatten, Kneipier zu werden. Der erste Termin ist um elf. Das würde dir auch passen, dachte ich. Ins Stadion bin ich eh gegangen. Und die bekommen noch Geld dafür. Und so entstand das so ganz langsam. Vorher hab ich noch als DJ gearbeitet und hab für ne Wochenzeitung eine Klatschkolummne geschrieben. Und so bin ich da ein bisserl hineingeschlittert. Hab für mich auch entschieden, dass ich nicht weitere 50 Jahre hinter dem Tresen stehen werde. Und so habe ich dann ein Volontariat gemacht. Von der Zeitung bin ich zum Hörfunk gekommen, dann vor exakt 30 Jahren zum Fernsehen.
Gibt's denn eine Lieblingssportart für Sie?
Hartmann: Alles, was ich mache, ist das, was ich gern mache. Ich hab nie das gemacht, was ich nicht wollte, wo ich keinen Zugang hatte. Ich hab ja auch lange Biathlon gemacht, hab bei Alpin im Winter mir lange die Füße abgefroren. Na ja, das hat nicht immer Spaß gemacht. Denn nach Wasmeier war da nix mehr da bei den deutschen Herren. Aber es ist so, wenn ich alles umdrehe, dann ist es schon der Fußball.
Vor 30 Jahren zum Fernsehen. Was war denn das emotionalste Interview?
Hartmann: Das war schon Rudi. Das ist ja nicht zu toppen. Aber ich schon auch so'n paar Sendungen, die ein bisschen mehr waren als ein normales Interview. Ich hatte mal Johann Mühlegg, der sich damals von Geistern verfolgt und verhext fühlte. Den hatte ich im Studio mit der weißen Frau, die ihm damals die Ratschläge gegeben hat. Das war eine denkwürdige Sendung. Wir haben damals 40 Minuten überzogen, weil alle begannt vor dem Fernseher saßen, auch die Sendeleitung. Und dann auch so manches Gespräch, das ich mit Hoeness geführt habe. Das waren schon immer welches, wo es schon gefunkt hat.
Sie haben ein Buch veröffentlich „Born to be Waldi”. Mit den Geschichten gehen Sie auf Tour. Wie entstand die Idee dazu?
Hartmann: Die Idee ist entstanden, als ich mich mit Frank Elstner vor eineinhalb Jahren nach einer Sendung zusammengesessen bin. Wir haben über alte Geschichten gesprochen. Und der Unterhaltungschef des Südwestfunks sagte damals, Sie müssen Ihre Geschichten mal alle aufschreiben. Und Frank sagte: Ne, Du musst sie erzählen. Das war so mal der erste Gedanke. Und dann hat mir Harald Schmidt bei der Olympiade in Peking da gleiche sagt. „Ich schmeiß mich weg bei den Geschichten an der Bar und die Leute werden das auch tun."
Und das sind ne ganze Menge an Geschichten...
Hartmann: Ja, das ist kein Schatzkästchen, das ist ne ganze Schatztruhe.
Sie werden auch im Signal Iduna Park auftreten. Haben Sie eine besondere Beziehung zum BVB?
Hartmann: Ja, zu ein paar Menschen. Das war früher noch ein bisserl enger, als der Stefan Reuter noch da gespielt hat. Den kannte ich ja noch als 17-Jährigen, als er beim Club in die Bundesliga gekommen ist. Und besucht mich heute noch bei Geburtstagsfeiern oder bei meiner Hochzeit. Das ist mein privater BVB-Kontakt. Doch habe ich auch zu den handelnden Personen einen Draht. Josef Schneck. 2000 waren wir in Doniezk, ein Qualispiel. Ich habe da auch mit Gerd Niebaum zu später Stunde alte Beatles-Lieder gesungen. Der ist äußerst textsicher. Da haben wir Musik gemacht. Zu Watzke habe ich weniger Kontakt. Kloppo natürlich auch. Über die Zeit, etwa auch Jürgen Kohler, Thomas Helmer. Meistens die, die von Bayern zum BVB gekommen sind.
Bestreiten Sie am 19. November im Stadion das Programm alleine?
Hartmann: Das mache ich alleine. Ich steh da auf der Bühne, hab meine Zuspielungen auf der Leinwand. Und da kommen auch wirklich einige alte Sachen aus der Schatztruhe dazu, die wirklich sehr gut ankommen. 2 x 45 Minuten, mit Halbzeitpause. Meist überziehe ich aber. Denn da fällt mir immer noch was ein. Ich halt mich auch nicht so sklavisch an meinen Text.
Waldemar Hartmann wurde am 10. März 1948 in Nürnberg geboren.
Seine journalistische Laufbahn begann er 1970 mit einem Volontariat bei der Wochen-Boulevardzeitung Schwäbische Neue Presse in Augsburg.
1971 wurde er Wirt und eröffnete „Waldis Club“ in Augsburg, den er später verkaufte, wo auch Fußballspieler zu seinen Stammgästen zählten.
Während der Olympischen Spiele 2006 in Turin moderierte Hartmann gemeinsam mit Harald Schmidt die Late-Night-Show "Olympia mit Waldi & Harry".
Diese Zusammenarbeit fand während der Fußballweltmeisterschaft 2006 eine Fortsetzung mit „Waldis WM-Club“ und setzte sich bei der Olympiade 2008 in Peking fort.
„Born to be Waldi” am 19. November, 20 Uhr, im Signal Iduna Park. Eintritt: 20 € Vorverkauf / 25 € Abendkasse.
Es gibt den Moderator, den Kolumnisten, den Kabarettisten. Wie geht's mit Waldemar Hartmann weiter?
Hartmann: Ja, das wüsste ich auch gerne. Mit 61 bin ich ja der älteste Comedy-Neuling der Welt. Aber es ist auch nicht so, dass ich eine Unruhe habe. Mich neu erfinde. Es war eine Schnapsidee. Und da hab ich dann auch meine Maul zu weit aufgerissen. Und dann gab's kein Zurück mehr. Und jetzt mach ich das. Es macht auch riesig Spaß. Denn hier habe ich den direkten Kontakt zu meinem Publikum, anders als im Studio, wo ich nicht weiß, was die Leute in ihrem Wohnzimmer machen. Hier kommen sie, weil sie mich sehen wollen, zahlen und wollen nicht irgendein Sportevent. Das ist was völlig Neues. Und es bringt eine Menge Adrenalin.
Das ist ja ne Knochentour...
Hartmann: Ja, das habe ich auch gesehen. Weihnachten werde ich dann feststellen: Schaffe ich das? Oder ist es mir - auch physisch - zu heavy? Dann sage ich, wir treten kürzer. Aber ich will das als zweites Standbein ausprobieren.
15:00
Die Anzahl der Rechtschreibungs- und Grammatikfehler in diesem Text ist einfach nur noch peinlich. Der Fehler wegen ist der Text teilweise unlesbar. Kann denn niemand einen derartigen Text vor der Veröffentlichung querlesen???
14:11
Wer ist denn Dellinger?
12:02
Ich musste mir diese Veranstaltung angucken......
schlimm schlimm !
schaut euch das mal an.
http://www.freitag.de/alltag/0943-eventkritik-waldemar-hartmann-show-kabarett
16:49
Die Flitzpiepe hat gerade noch gefehlt. Als Zäpfchen vom Suppenkaspar Beckenbauer schon eine Zumutung und jetzt als Alleinunterhalter ! Deutschland, wie tief bist du gesunken !!
11:45
Ist bestimmt soooo lustig wie der EM&WM Club. Kostet aber extra.
Oh mann.
09:06
Schlechter als Sportmoderator kann das ja nicht werden!
Aber ich denke Das kann er auch nicht!
09:01
Oh Gott, schon wieder ein eiteler sebstdarstellender Prominenter den es mit aller Macht ins Scheinwerferlicht drängt. Wer braucht den ??