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Waffenabgabe Dortmund
20.01.2010 | 10:19 Uhr 2010-01-20T10:19:00+0100Welche und wieviele Waffen gaben Dortmunder 2009 bei der Polizei ab?
DerWesten fragte in Dortmunds Polizeipräsidium nach und erfuhr im Video-Interview, dass die Dortmunder im letzten Jahr 2700 illegale Waffen bei den verschiedenen Polizeiwachen abgegeben haben, davon allein 1500 an den letzten drei Tagen im Dezember. Hintergrund: Am 31. Dezember lief die Amnestieregelung ab, um straffrei Waffen ohne gültigen Besitzschein zu entsorgen.
Gleiches tut jetzt die Polizei Dortmund, nachdem sie diese auf Listen erfasst und u.a. mit Fahndungsbildern abgeglichen hatte. Sie hat bereits die erste Lieferung von 350 Exemplaren zum Landesamt für Zentralpolizeiliche Dienste (LZPD) nach Duisburg gebracht, wo diese vor der Einschmelzung mit Wasserschneidern zerstört werden.
Verunsicherung
Viele Bürger seien ob der Amnestieregelung verunsichert gewesen, berichtet Martin Mette. "Einige gaben auch überhastet Waffen ab, obwohl diese zum Teil gar nicht im illegalen Besitz waren", so der Leiter der Rechtsabteilung bei der Dortmunder Polizei. "Dann fragten einige nach,, ob sie diese dann wieder zurück haben können."
Richtig gefährlich war die Waffenabgabe dann, wenn Bürger die Waffen nicht richtig entladen hatten oder Unsicherheit über den Ladezustand herrschte. "Das war durchaus ein Risiko, da die Leute unwissentlich mit einer geladenen Waffe unterwegs waren", kann Mette aber von keinen schlimmen Vorkommnissen berichten.
Erbwaffen
Aktuell ist die hiesige Polizei damit beschäftigt, 830 Dortmunder wegen sogenannter Erbwaffen anzuschreiben. Diese können nach einem Todesfall des Waffenbesitzers innerhalb von vier Wochen legal überschrieben werden, sofern eine Erbwaffenbesitzkarte und ein Blockiersystem (erhältlich bei Waffenhändlern) vorliegen. "Und natürlich müsse diese auch gesichert in einem Tresor gelagert werden", sagt Mette. Ansonsten gilt bei jeglicher Form von illegalem Waffenbesitz: Dies wird als Verstoß gegen das Waffengesetz eingestuft und mit einer Strafanzeige geahndet. In Stichproben soll und wird dies überprüft.
Anmerkung: Wegen der Kommentierungen zu diesem Beitrag und nach einem Gespräch mit der Polizei Dortmund hat die Redaktion das Video überarbeitet. Grund: Die richtige Aussage von Rechtsabteilungsleiter Martin Mette zur Schreckschusswaffe der älteren Dame und die Erfordernis eines Waffenscheins (sofern es sich um eine PTB-Waffe bzw. eine derartige Kennzeichnung handelt) wurde durch den Schnitt falsch wiedergegeben. Die Passage ist nun im O-Ton zu sehen. Wir bitten um Entschuldigung und Verständnis, da der zuständige Redakteur kein Waffen-Experte ist.
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