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Vorschlag zu Ehren von Samtlebe

17.01.2013 | 00:09 Uhr

Es gibt gute Gründe, unaufgeregt über eine Ehrung des am 7. Juli 2011 verstorbenen Günter Samtlebe nachzudenken. Dieser Grundeinschätzung nähern sich offensichtlich immer mehr Kommunalpolitiker an. Zuvor hatten Gedankenspiele aus SPD-Kreisen insbesondere den grünen Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Innenstadt West) auf die Palme gebracht, die Kampstraße möglicherweise zum Boulevard Samtlebe umzuwidmen.

„Ein Günter Samtlebe muss eine seiner Bedeutung angemessene Reminiszenz in der Stadt erhalten. Das steht außer Frage“. Das sagt Ullrich Monegel, CDU-Fraktionsvorsitzender auf Anfrage der WAZ. Es gebe keinen Anlass, eine Entscheidung im Turbo-Tempo anzusteuern. „Ohne eine Festlegung zu treffen“, haben die Christdemokraten über das Thema nachgedacht und sich mit dem Gedanken anfreunden können, den Friedensplatz umzubenennen in Günter Samtlebe-Platz.

Zu Lebzeiten hätte sich der Alt-OB sicher nicht damit anfreunden können, dass er mit einem „Boulevard“ geehrt werden könnte. Dazu sei er zu volkstümlich gewesen und er habe immer einen hohen Respekt vor historisch gewachsenen Straßennamen gehabt, so Monegel: „Boulevard, das passt zu Günter Samtlebe wie goldene Manschettenknöpfe zu Currywurst“.

Es gebe mehrere Gründe, um den Friedensplatz zur Ehrung zu nutzen. Einer sei, dass Samtlebe mit dem neuen Rathaus dort - entgegen vielen kritischen Stimmen seinerzeit - ein positives Zeichen für die Stadt gesetzt habe. Die Namensgebung für den Platz sei erst in den 80er-Jahren erfolgt.

„Die erste Idee muss nicht immer die beste sein“, demonstriert Monegel, dass die Christdemokraten eine Lösung begrüßen würden, die von einer breiten Mehrheit getragen werden kann. Es bestehe „überhaupt kein Zeitdruck“, unterstreicht Monegel. Der Grüne Friedrich Fuß hatte zuvor an die Tradition erinnert, das Verstorbene frühestens fünf Jahre nach ihrem Tod als Namensgeber für eine Straße oder einen Platz im öffentlichen Raum geehrt würden.

OB Sierau hatte am Dienstag erklärt, dass er die heftige Kritik des Bezirksbürgermeisters für unangemessen hält. Über die Frage, wann eine Ehrung stattfinden könnte, müsse man gemeinsam reden können, so Sierau.

Klaus Buske

Kommentare
17.01.2013
19:19
Wer ja schön gewesen,
von Ani-Metaber | #2

wenn er sich in seinem Testament ausdrücklich gewünscht hätte, das wegen ihm nichts unbenannt werden sollte.

Aber wie wäre es mit einem der...
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2013-01-17 00:09
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