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Vorsatz und Scheitern sind Geschwister

31.12.2012 | 10:00 Uhr
Vorsatz und Scheitern sind Geschwister
Vorsätze gehören zum Start ins neue Jahr dazu - oder?.Foto: Gero Helm

Dortmund.   Jeder kennt sie - die Vorsätze zum neuen Jahr. Sie sind schnell herausposaunt. Und viele sind auch ewig recycelbar. Aber brauchen wir sie wirklich? Hier ein paar Gedanken.

Es soll Mitmenschen geben, für die erschöpfen sich die guten Vorsätze an Silvester schon im Verzehr einer Dose Ölsardinen kurz vor Beginn der Jahreswechsel-Fete. Damit sie nicht so schnell besoffen werden und den Mitfeiernden erst gegen 2.30 Uhr mit ihren Ankündigungen auf die Nerven gehen. Und nicht schon weit vor dem Zünden des ersten Böllers.

Irgendwie erinnert dieses Verhalten eher an die eigene Jugend in den 70ern. An Feten mit T.Rex, Mett-igel sowie mit Käsewürfeln verziert mit Mandarinen aus der Dose. Damals wurden die Sardinen im Vorfeld der Fete auch wahlweise durch eine Dose Hering in Tomatensoße, einen herzhaften Schluck aus dem Gewürzgurkenglas oder eine ausgiebig fette Mahlzeit in der Pommes-Bude des Vertrauens ersetzt.

Oft hat diese Art der Prophylaxe aber auch nicht richtig geklappt. Ähnlich wie das in den Jahren darauf mit den Vorsätzen zum neuen Jahr. Sie sind schnell herausposaunt und ewig recycelbar. Und wir haben sie alle schon mal gehört und gesagt. Meist geht es um die Klassiker Gewichtsverlust und Nikotinverzicht. Gern gesagt auch: Mehr Sport. Oder: Mehr Zeit für die Familie. Und man denkt sich: Nicht sagen. Machen!!

Aber zum Jahreswechsel sind die Ankündigungsminister unterwegs. Sie hoffen auf unser schlechtes Gedächtnis. Parallelen zur Politik drängen sich auf. Und die Frage nach der Kontrolle des gehörten Angekündigten aus der Silvester-Nacht steht im Raum.

Doch können wir uns die Überprüfung sparen. Mit Blick auf Silvester-Vorsätze kam laut einer absolut zuverlässigen Frauen-Illustrierte eine englische Studie mit 3000 Teilnehmern zu einem eindeutigen Ergebnis: 88 Prozent halten ihre Ankündigung ohnehin nicht ein.

Was folgern wir daraus? Vorsatz und Scheitern sind Geschwister. Jeder, der Vorsätze fasst, sollte für Enttäuschungen tolerant sein. Da es schon meistens am Neujahrstag schwierig mit der Umsetzung wird, folgen dem Vorsatz nahtlos das schlechte Gewissen und die miese Stimmung. Wollen wir das? Nein. Wollen wir schlechte Laune im neuen Jahr? Auch nein. Unser Vorsatz: Keine Vorsätze.

Frank Bußmann

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2012-12-31 10:00
Dortmund