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Theater

Vorfreude auf die Spielzeit

24.08.2012 | 07:00 Uhr
Vorfreude auf die Spielzeit
Mit Leierkastenmusik, Popcorn und den traditionellen Lebkuchenherzen wurden die neuen Mitarbeiter des Theaters begrüßt.Foto: Franz Luthe

Lob gibt es für alle Sparten des Theaters, die letzte Spielzeit war ein Erfolg. Und die neue soll es werden! Das machen alle Beteiligten angefangen von Opernintendant Jens-Daniel Herzog bis Ballettdirektor Xin Peng Wang deutlich. Bettina Pesch: „Eine starke Kulturmarke zu etablieren, das ist unser Anspruch!“

Eine schwarze Null als wirtschaftliche Bilanz der letzten Spielzeit, das erste Jahr mit Opernintendant Jens-Daniel Herzog war ein Erfolg, das fünfte Jahr von Generalmusikdirektor Jac van Steen steht unter dem hellen Stern des Jubiläums-Jahres, Ballettdirektor Xin Peng Wang erfüllt sich in seiner zehnten Spielzeit einen großen Traum . . . Bettina Pesch, Geschäftsführende Direktorin des Theaters, wirft zur Spielzeiteröffnung mit Zahlen nur so um sich und zum Schluss die dickste: 2,2 Millionen Euro Umsatz spielte das Theater ein.

Was hinter all diesen Skalen-Marken steckt: „Ich bin so dankbar, dass wir die letzte Spielzeit mit diesem hohen Arbeitsaufwand geschafft haben“, verkündet Pesch dem versammelten Ensemble aus Mitarbeitern, die auf und hinter der Bühne alles fürs Theater geben, und setzt auch gleich die Zielmarke für die anstehende Spielzeit: „Eine starke Kulturmarke zu etablieren, das ist unser Anspruch!“

Lob gibt es für alle Sparten des Theaters, aber explizit noch einmal für die Startsaison des Opernintendanten: „Das erste Jahr mit Jens-Daniel Herzog kann künstlerisch nur als Erfolg gefeiert werden“, betont die Geschäftsführende Direktorin und auch wirtschaftlich hat der Intendant die Oper gut aufgestellt: „Mit Abo-Veranstaltungen und öffentlichen Proben haben wir neue, erfolgreiche Wege eingeschlagen.“ Unerwähnt soll auch nicht bleiben: 170 000 Euro warb Herzog von Sponsoren ein. Der schwor sein Team ein: „Die nächste Spielzeit wird nicht leicht. Die Stadt hat viel vor und wir müssen uns beweisen.“

Schwimmende Bühne

Schauspieldirektor Kay Voges steckt schon knietief in den neuen Produktionen. „Ich schneide zurzeit das Filmmaterial für ,Einige Nachrichten an das All’ und freue mich auf die Monster, die in der Schneiderei entstanden sind und dass die Bühne schwimmen kann.“ Es darf vermutet werden, dass eine spannende Produktion am 14. September Premiere feiert .

Eher pessimistisch klangen die Begrüßungsworte von Andreas Gruhn, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters: „Herr Stüdemann kann uns nicht raushauen, auch wenn er das gerne täte, hat er die Mittel nicht. Wir müssen unser Theater selbst weiter voranbringen.“ Gruhns Rezept: „Wir müssen die Stadt einladen, bei uns zu Gast zu sein, auch die Menschen, die nicht ins Theater gehen. Damit sie stolz auf uns sind.“

Mit Zuversicht geht Generalmusikdirektor Jac van Steen in die Spielzeit. Nach überstandener Virus-Erkrankung und Operation an der Schulter, verwies er auf ein Probenstakkato für Operngala, Boris Godunow (Premiere: 30. September) und die ersten Konzerte (ab 11. September). Angesichts eines tragischen Unfalls in der Belegschaft der Philharmoniker würden sich Probleme wie Termindruck oder angeschlagene Gesundheit aber relativieren, betonte van Steen und beschwor das Ensemble: „Die Musik kann uns alle retten.“

Für die kürzeste Rede von allen bekam Ballettdirektor Xin Peng Wang Applaus: „In jedem Jahr hat das Ballett einen Schritt nach vorne gemacht“, lobte er. „Wenn ich zurückblicke, bin ich glücklich und dankbar. Wenn ich nach vorne blicke, freue ich mich.“

Eine Freude, die offenbar alle Theater-Mitglieder teilten, die sich nach den offiziellen Reden ins Getümmel warfen, um sich nach der langen Sommerpause auszutauschen. Das Schauspiel summte vor Energie und zeigte, dass sich jeder Mitarbeiter mit Lust in die kommende Spielzeit stürzt.

Maike Rellecke



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