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Naturbühne

Von Neugier, Freundschaft und Abenteuer-Lust

10.06.2012 | 16:59 Uhr
Von Neugier, Freundschaft und Abenteuer-Lust
Foto: Anja Cord

Dortmund.  Dieses Wochenende hat es geklappt: das Familienmusical „Die Opodeldoks“ feierte auf der Naturbühne Hohensyburg in Dortmund Premiere.

In einer Familie gibt es meistens einen, der einfach anders ist. Das gilt auch für die singenden, eierliebenden Opodeldoks. Der kleine Deldok mit den feuerroten Haaren, der bei seiner Familie und einem Volk Hennen im Grasland lebt, ist so einer. Entsprungen ist er aus der Fantasie des Kinderbuchautors Paul Maar, dessen Geschichte nun uraufgeführt wurde.

Deldok sucht sein Glück

Deldok stellt viele Fragen, ist furchtbar neugierig und möchte unbedingt das unbekannte Land hinter den Bergen des Graslandes entdecken. Doch davon will die Familie nichts wissen. Sie meinen es gut, wenn sie Deldok seine Flausen austreiben wollen. Aber Deldok ist schlau und gewitzt, überlistet die Familie und fliegt mit seiner Lieblingshenne Helene einfach auf und davon. Gemeinsam suchen sie ihr Glück: Deldok das Leben hinter den Bergen, Helene einen Hahn.

Im Grasland dagegen herrscht Chaos: Die Hennen streiken, Deldok ist spurlos verschwunden und Frühstück gibt’s zum Verdruss des gefräßigen Opas auch nicht. Doch hinter den Bergen, da treffen Helene und Deldok auf spannende Waldbewohner.

Die Geschichte erzählt von Toleranz, von Neugier und Freundschaft. Nebenbei erleben Publikum und Schauspieler ganz viel Humor und Spaß. Das Stück lebt von witzigen Charakteren und der Komik der Schauspieler: Henne Helene, wunderbar quirlig-quietschig gespielt von Kerstin Cramer, der kleine Deldok, souverän und klug gespielt von Carl Kruse. Oder der beharrliche Opa-Deldok (Patrick Kruscha), dessen ewiges „Aber das darf er nicht“ besonderen Protest unter den jungen Besucher erntet.

Der Autor kam persönlich

„Die lustigen Charaktere, die viel Potenzial haben, sie auf der Bühne auszubauen, haben uns überzeugt“, sagt Markus Beer. Zusammen mit Sina Weber hat er das Stück liebevoll und phantasiereich inszeniert.

Und so hat sich sogar Autor Paul Maar persönlich angekündigt, das eigens für die Naturbühne umgeschriebene Stück anzusehen. Nach abgesagter Premiere letzte Woche hat es an diesem Wochenende also bei Sonnenschein geklappt: Und was ist ein schönerer Lohn als donnernder Applaus und begeisterte Kinderaugen?

Inga Trost

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