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Thomas Heilmann

Von der Dortmunder CDU zum Justizsenator - Wie Thomas Heilmann nach Berlin kam

21.07.2012 | 05:00 Uhr
Von der Dortmunder CDU zum Justizsenator - Wie Thomas Heilmann nach Berlin kam
In den Mittelpunkt gerückt: Der gebürtige Dortmunder Thomas Heilmann ist Justizsenator im Stadtstaat Berlin. Das Bild zeigt ihn zwischen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrichs und dem Berliner Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (r.) bei der Eröffnung der Jugendarrestanstalt Berlin-Lichtenrade.

Dortmund. Dass man als Dortmunder auch jenseits der Ruhr erfolgreich sein kann, wissen wir nicht erst seit dem DFB-Pokalfinale. Seit dem 12. Januar 2012 darf Thomas Heilmann sich Senator für Justiz und Verbraucherschutz in Berlin nennen. Der gebürtige Dortmunder löste Michael Braun ab , nachdem dieser nach elf Tagen im Amt zurückgetreten war.

Schon im Alter von 16 Jahren zog es Heilmann in die CDU. Doch nicht die Eltern waren es, die den heute 48-Jährigen im eher SPD-lastigen Dortmund zum Eintritt in die CDU brachten. Im Gegenteil. „Meine Eltern sind nie in der CDU gewesen“, erinnert sich Heilman im WAZ-Interview. „Das war eine Protestaktion gegen Günter Samtlebe und seine Politik. Das war ein Ausdruck von Opposition.“

Jurastudium in Bonn

Doch bis in den Berliner Senat war es ein langer Weg. 1985 kehrte er Dortmund den Rücken und zog nach Bonn, wo er Jura studierte. Stationen in München und New York folgten, Praktika bei der Unternehmensberatung McKinsey und der Lufthansa versprachen einen ersten Einblick in die Arbeitswelt.

Heilmann gefiel offenbar, was er sah: Noch vor dem 2. Staatsexamen gründete er mit zwei Freunden eine Werbeagentur, die später in der Agentur „Scholz & Friends“ aufging. Sie ist mittlerweile eine der größten Werbeagenturen Europas und hat Zweigstellen in 18 Ländern weltweit.

Tätigkeit in der freien Wirtschaft

Lange Zeit war Heilmann in der freien Wirtschaft tätig. Als geschäftsführender Gesellschafter bzw. Vorstandsvorsitzender in Werbeagenturen, im Aufsichtsrat, als Finanzier oder Gründer verschiedener Unternehmen.

So besaß er als Gesellschafter unter anderem Anteile („im Promillebereich“, wie er 2011 dem Tagesspiegel in einem Interview erzählte) von Facebook. Auch als freier Journalist war Heilmann unterwegs, 1998 folgte eine Honorarprofessur an der Berliner Universität der Künste. Damit trat er zumindest ansatzweise in die Fußstapfen seines Vaters, der Philosophie an der Uni Dortmund lehrte.

Mit der Familie in der Hauptstadt

In der Hauptstadt lebt Thomas Heilmann auch heute noch mit seiner Lebensgefährtin und den vier gemeinsamen Söhnen im Alter zwischen drei und elf Jahren. Einen Trauschein hat das Paar nicht und hält ihn auch nicht für notwendig. Allerdings: „Nach 15 Jahren Partnerschaft ist das für mich einfach meine Frau“, sagt Heilmann.

Neben seiner Tätigkeit in der Wirtschaft agierte Heilmann außerdem als „Internet-Sprecher“ für die CDU. Im Jahr 2009 wurde Thomas Heilmann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes der CDU gewählt, drei Jahre später folgte die Vereidigung als Justizsenator.

Stephanie Jungwirth



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