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Volksbanken-Fusion - Hamm und Dortmund

13.11.2012 | 17:29 Uhr
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Volksbanken-Fusion - Hamm und Dortmund
Die Dortmunder Volksbank eG will mit der Volksbank Hamm fusionieren.Foto: Helmuth Vossgraff

Dortmund. Nun klappt es doch: Mit einer Zustimmung von 99,6 Prozent, die man sonst nur aus diktatorisch geführten Republiken kennt, votierten die Mitgliedervertreter der Volksbank Hamm für eine Fusion mit der Dortmunder Volksbank . Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank: „Das ist eine große Freude.“

Zum 1. Januar 2013 soll der Zusammenschluss erfolgen. Dann soll mit zusammen knapp 1000 Mitarbeitern, 79 Bankstellen, rund 240 000 Kunden und einer Bilanzsumme von 5,7 Mrd Euro die viertgrößte deutsche Volksbank entstehen.

Notwendige Mehrheit von 75 Prozent

Bevor die Fusion in das Genossenschaftsregister eingetragen werden kann, sind allerdings noch einige Dinge zu erledigen. Am 5. Dezember werden die Eigentümervertreter der Dortmunder Volksbank zu eine außerordentlichen Vertreterversammlung zusammentreten, um die Fusion zu entscheiden. Es gilt als sicher, dass der Verschmelzung mit der notwendigen Mehrheit von 75 Prozent zugestimmt wird. In Hamm war es beim ersten Anlauf für die Fusion nicht gelungen, diese qualifizierte Mehrheit zu gewinnen. Nun gab es ein eindeutiges Ja in Hamm.

Der breiten Zustimmung aus Hamm war ein Überzeugungs-Marathon mit rund 30 Informationsveranstaltungen für die Mitgliedervertreter in Hamm vorausgegangen. Martin Eul, der dabei mit dem Vorstand Markus Dünnebacke der Volksbank Hamm für das Zusammengehen warb: „Am Ende hatte ich ein gutes Gefühl. Unsere Argumente konnten überzeugen.“ Am Montagabend war der Dortmunder Volksbank-Chef mit dem Gefühl, „das wird diesmal über 90 Prozent Zustimmung geben“, nach Hamm zur Vertreterversammlung gefahren und war von dem Ergebnis „sehr angenehm überrascht“.

Der Große schlucke nicht den Kleinen

Eul betont, dass hier nicht der Große den Kleinen schlucke: „Mit diesem Zusammenschluss wird nicht nur das Gesamtgebilde gestärkt, sondern auch und insbesondere der Standort in Hamm.“ Hamm bleibe weitgehend selbstständig - mit einem Vorstand vor Ort.

Ende April wird voraussichtlich der Eintrag ins Genossenschaftsregister erfolgen können. Davor müssen (im März und April 2013) die Mitgliederversammlungen jeweils dem Jahresabschluss für 2012 zustimmen.

Im Jahr 2015 dürfte die fusionierte Volksbank von vier oder fünf Vorständen geführt werden. Bis dahin scheiden in Hamm zwei Vorstände (einer 2013, einer 2014) und in Dortmund ein Vorstand aus.

Klaus Buske

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