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Villa in Dortmund brennt am Tag vor der Zwangsvollstreckung

29.05.2012 | 09:39 Uhr
Villa in Dortmund brennt am Tag vor der Zwangsvollstreckung
Die Feuerwehr in Dortmund musste in der nacht zu Dienstag zu einem Großbrand ausrücken.

Dortmund.   Am Mittwoch wäre sie unter den Hammer gekommen, die teure Villa im noblen Dortmunder Viertel Buchholz. Doch in der Nacht zu Dienstag wütete ein Brand in dem Gebäude. Die Gesamtumstände seien völlig unkar, sagt die Polizei. Sie leitete Ermittlungen ein und sucht wegen vermuteter Brandstiftung Zeugen.

Ein Feuer im Dortmunder Süden beschäftigt Polizei und Feuerwehr. Im noblen Syberger Viertel Buchholz brannte in der Nacht ein Haus, verletzt wurde niemand. Spannend nur: das Gebäude, eine teure Villa, hätte am morgigen Mittwoch zwangsversteigert werden sollen.

Für 8.45 war die Verhandlung in Raum 3.301 des Dortmunder Amtsgerichts angesetzt: „Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung“ heißt es unter Aktenzeichen K54/07. Und wer im Online-Immobilienportal immonet.de nach einem Objekt in Buchholz sucht, das zur Zwangsversteigerung ansteht, findet rasch das Passende: eine Villa aus dem Jahr 1956 mit einer Wohn- und Nutzfläche von 518 und einem Grundstück von 28.416 Quadratmetern Fläche (samt Garage und Garten) in bester Wohnlage. Verkehrswert: 1.330.000 Euro!

"Der Dachstuhl ist völlig hinüber"

Doch der Termin vor Gericht wird wohl abgesagt werden müssen, denn noch ist unklar, ob das Haus überhaupt noch bewohnbar ist. „Der Dachstuhl ist völlig hinüber, da müssen jetzt erst mal die Statiker rein“, erklärt Reinhard Bartels, stellvertretender Leiter der Pressestelle der Dortmunder Feuerwehr.

Ein Brand am Tag vor der Zwangsversteigerung – seltsames oder rein zufälliges Zusammentreffen? „Zumindest macht man sich seine Gedanken“, sagt Manfred Radecke, Sprecher der Dortmunder Polizei. Allerdings habe man bislang überhaupt noch keine Erklärung, warum das Feuer ausgebrochen sei. Die Ermittlungen seien eingeleitet, die Brandsachverständigen des zuständigen Fachkommissariats wollten am Dienstagmorgen vor Ort nach den Ursachen suchen. Hinweise auf Brandstiftung gebe es bislang nicht, so Radecke.

Niemand kam zu Schaden

Das Feuer war kurz nach Mittnacht in der Kückshauser Straße 74 ausgebrochen. Der erste Notruf von Anwohner ging um 0.09 Uhr ein, so Radecke. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, hätten das Dachgeschoß und die linke Hälfte des anderthalbgeschossigen Mehrfamilienhauses bereits lichterloh gebrannt. Das Feuer, so die Polizei, drohte zudem, auch auf das benachbarte Gebäude überzugreifen. „Die Gesamtumstände sind dabei absolut ungeklärt, positiv zu vermerken ist nur, dass niemand zu Schaden kam“, fasst Manfred Radecke zusammen.

Die Bewohner des einen Hauses seien in Urlaub gewesen, das andere Gebäude war schon seit Jahren unbewohnt. „Das war zügig klar, so dass wir uns rasch auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Bartels. Und da gab es offenbar viel zu tun: 60 Feuerwehrleute waren insgesamt vor Ort, erst um 8 Uhr Dienstag früh kehrte der letzte vom Einsatz zurück.

Zeugensuche wegen vermuteter Brandstiftung

Die Brandermittler der Kriminalpolizei Dortmund konnten nach eigener Mitteilung eine direkte Brandursache noch nicht feststellen. Auf Grund der Gesamtumstände gehen die Ermittler jedoch zurzeit von Brandstiftung aus. Ein Brandsachverständiger wurde eingeschaltet. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen in die Hunderttausende gehen.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Zeugen, die zur fraglichen Zeit an dem Objekt oder in der Kückshauser Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die Hinweise auf die oder den möglichen Täter geben könnten. Zeugen melden sich bitte beim Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund unter der Rufnummer 0231/132-7441.

Ute Schwarzwald

Kommentare
29.05.2012
22:19
nur EIN Kinderzimmer.
von Ende | #6

Wahnsinnsriesengebäude.

Aber nur EIN Kinderzimmer.

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Dortmund