Vier Schäferhunde in Dortmund brutal erhängt und getötet

Foto: WP Michael Kleinrensing
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In Dortmund sind vier belgische Schäferhunde bestialisch getötet worden. Der Halter fand die Tiere erhängt in ihrem Zwinger. Der Polizei fehlt jede Spur zu den unbekannten Tätern.

Dortmund.. In Dortmund sind vier belgische Schäferhunde bestialisch getötet worden. Der Halter fand die Tiere erhängt in ihrem Zwinger. Der Polizei fehlt jede Spur zu den unbekannten Tätern.

„Ich kann das nicht fassen, wer macht so etwas?“, blickt Ernst-Jürgen Jann (62) mit Tränen in den Augen in Richtung Hundezwinger. Dort hängen seine vier belgischen Schäferhunde an der Decke. Von einem Unbekannten auf bestialische Weise getötet.

Am Montagmorgen wollte der 62-jährige Wachmann auf dem Gelände des Hundesportvereins DGV Dortmund am Hahnenmühlenweg in Dorstfeld nach seinen vier Lieblingen schauen. Als ich gegen 9 Uhr kam, wunderte ich mich, dass alles ruhig blieb“, so Jann am Nachmittag noch sichtlich mitgenommen. Denn normalerweise machten die beiden Welpen Jimmy und Dolly jede Menge Krach, wenn Ernst-Jürgen Jann wie jeden Morgen kommt. Als er den Zwinger direkt am Vereinshaus öffnen wollte, stutze er. Das Schloss aufgebrochen. „Als ich dann reinging, sah ich den ersten Hund, erhängt, dann den zweiten, den dritten“, schildert er. Ein Unbekannter hatte die vier Malinois in der Nacht zu Montag erhängt. Er muss jedem einzelnen ein Halsband umgebunden haben. Mit der Leine hat er die bis zu 30 Kilo schweren Tiere dann an der Decke aufgehängt.

Täter muss Tiere gekannt haben

„Das muss jemand gewesen sein, der sich mit Hunden auskennt, oder den die Hunde kennen“, ist sich der 62-Jährige sicher. Einen konkreten Verdacht habe er nicht. Ärger habe es hier seit vielen Jahren nicht mehr gegeben. Jann kann das nicht verstehen. „Wenn einer einen Hass auf mich hat, ok, das kann ich verstehen, aber gegen die Tiere?“

Ausgebildeter Schutzhund

Der elfjährige Rüde Zaro von Schloss Neuhaus ist ein ausgebildeter Schutzhund, mit dem Ernst-Jürgen Jann auf vielen Veranstaltungen war, im Stadion oder sechs Wochen lang bei der WM 2006. „Der lässt nicht jeden an sich ran“. Der belgische Schäferhund hat sogar die Schutzhundprüfung III absolviert, war als Teilnehmer bei der Landessiegerschau im Bereich Vielseitigkeit. „Vermutlich hat Zaro den oder die Täter gebissen“, sagt Jann, der hofft, dass es Hinweise auf die Tierquäler gibt. Hinweise an die Polizei unter der Rufnummer 0231 / 132 - 2121.