Das aktuelle Wetter Dortmund 11°C
Bilanz

Viele Jugendliche unter rechten 1.-Mai-Randalierern

30.04.2010 | 16:41 Uhr
Viele Jugendliche unter rechten 1.-Mai-Randalierern

Dortmund. Passend zum morgigen Tag der Arbeit hat die Staatsanwaltschaft Dortmund eine erste Bilanz der Ausschreitungen vom 1. Mai 2009 gezogen. Noch mehr als ein Dutzend Prozesse stehen laut Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel aus, 27 Anklagen gab es bisher. Viele Beschuldigte sind Jugendliche.

Ein Jahr nach dem gewalttätigen Aufmarsch von Personen aus dem rechten politischen Spektrum am 1. Mai 2009 stehen für die Dortmunder Gerichte noch mehr als ein Dutzend Prozesse an. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat in 27 Verfahren Anklagen erhoben oder Strafbefehle gegen Teilnehmer an dem Aufmarsch beantragt. Diese Verfahren wegen Landfriedensbruchs richten sich gegen insgesamt 30 Personen, die im Verdacht standen, sich konkret an Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen beteiligt zu haben.

In acht der Verfahren stehen die Verhandlungen vor dem Amtsgericht Dortmund noch aus. Die Mehrzahl sind Jugendverfahren. Zwei Verfahren richten sich gegen insgesamt drei erwachsene Beschuldigte. Diese werden vor dem Schöffengericht in Dortmund zu verhandeln sein.

Geldstrafen

Zehn weniger schwer wiegende Fälle, in denen Geldstrafen zwischen einem und zweieinhalb Monatsgehältern beantragt worden waren, sind inzwischen rechtskräftig abgeschlossen. Auch drei Angeklagte, die mit Bewährungsstrafen bzw. einem einwöchigen Jugendarrest belegt wurden, akzeptierten Ihre Urteile. Ein Angeklagter wurde freigesprochen.

In den übrigen Fällen sind bereits Urteile ergangen, jedoch noch nicht rechtskräftig. Namentlich die Urteile gegen einen 23 Jahre alten Mann aus Marl und einen 18jähriger Dortmunder, gegen die vom Amtsgericht jeweils Freiheitsstrafen von einem Jahr ohne Bewährung verhängt wurden, werden voraussichtlich auch die Berufungsinstanz beschäftigen.

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2923490/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Wohnraum für Arme: Knapp und schlecht saniert
Soziales
Auf dem Wohnungsmarkt haben Menschen mit wenig Geld das Nachsehen. Zum einen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Zum anderen lassen privater Finanzinvestoren günstige Wohnungen verkommen.
Aus Amerika direkt nach Hörde
Germany's next Topmodel
Model Diana hätte Germanys next Topmodel werden können, Model-Mama Heidi Klum rechnete ihr große Chancen fürs Finale aus. Diana aber entschied sich gegen die Show und schied aus familiären Gründen freiwillig aus. Mit ihrer Familie ist die 17-Jährige nach ihrem Ausstieg von Hagen nach Hörde gezogen.
Foto