Viele Briefe und Pakete in Dortmund bleiben liegen

Im Dortmunder Zentrum und in einigen Teilen des Südens könnten am Freitag und Samstag viele Briefkästen leer bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat Post-Beschäftigte erneut zum Streik aufgerufen, der auch am Montag fortgesetzt werden soll. Warum gestreikt wird, erfahren Sie hier.

Dortmund.. Viele Bewohner im Zentrum Dortmunds sowie in den südlichen Gebieten Hörde, Sölde und Wellinghofen könnten am Freitag (15. Mai) sowie am Samstag (16. Mai) vergeblich auf Briefe und Pakete warten.

77 Brief- und Paketboten der Post streikten

77 Brief- und Paketboten der Post streiken seit Freitagmorgen. Bereits am Mittwoch (13. Mai) hatte die Gewerkschaft Verdi zum Streik aufgerufen: Mitarbeiter im Briefsortierzentrum an der Revierstraße in Dortmund hatten daraufhin die Arbeit niedergelegt.

Laut eines Dortmunder Betriebsrates werden am Montag (18. Mai) erneut Dortmunder Brief- und Paketboten streiken. In welchen Gebieten dann die Post liegenbleibt, kündigt Verdi vorher nicht an.

Ein Sprecher der Post sagte am Freitagmittag, dass die Auswirkungen des Streiks für Kunden kaum spürbar seien. Deutschlandweit würden von täglich 3,5 Millionen Päckchen und Paketen 95 Prozent zugestellt; von rund 64 Millionen Briefen blieben nur 1,5 Millionen liegen.

Forderung: 36,5 statt 38 Stunden Arbeit

Die Streiks bei der Post finden derzeit bundesweit statt. Nach wie vor laufen die Tarifverhandlungen zwischen Post und Verdi, in deren Zuge bereits im April Post-Beschäftigte auch in Dortmund die Arbeit niedergelegt hatten.

Verdi fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten des Post-Konzerns einerseits die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Zum anderen protestieren die Gewerkschaft und ihre Mitglieder gegen die bei der Post erfolgte Gründung von 49 regionalen Tochtergesellschaften namens "Delivery" für die Paketzustellung. Die "Delivery"-Beschäftigten werden nicht nach dem Post-Haustarifvertrag bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche.