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Trickfilm-Festival: 2. Platz

22.04.2010 | 15:43 Uhr

Die Kinder der Kita Hombruchsfeld belegten beim Vorausscheid zum Trickfilm-Festival NRW den zweiten Platz.

Die Kinder der Dortmunder Kita Hombruchsfeld belegten beim Vorentscheid zum Trickfilm-Festival NRW mit ihrem Beitrag "Fritz und Fred" den zweiten Platz.

Dortmund machte den Auftakt für neun Veranstaltungen in verschiedenen Städten NRW’s, auf denen Trickfilme von Kindern und Jugendlichen bis 25 Jahre präsentiert werden. Kinder- und Jugendjurys sichten die Filme im Vorfeld der Veranstaltungen und geben dann vor Ort bekannt, welche der Filme sie für die große Endausscheidung am 9. Juli im Movie-Park Germany in Bottrop nominiert haben. Die nominierten Gruppen werden zum Abschluss-Festival eingeladen und dürfen - als besonderen Bonus - bei freiem Eintritt an dem Tag den Movie Park besuchen.

Beim Online-Voting haben alle Interessierten die Möglichkeit, vom 13. Mai bis zum 13. Juni unter www.TRICKFILM-Festival.de dem eigenen Lieblingsfilm eine Stimme zu geben und diesem somit auch ohne Jurynominierung nach Bottrop zu verhelfen.

Sechs Kinder bauten Fritz und Fred

Der Film „Fritz und Fred und ihr großes Abenteuer“ wurde im Rahmen des Projekts „Klappe, die erste!“ innerhalb der kulturellen Frühförderung der Stadt Dortmund hergestellt. Die Kindertagesstätte am Hombruchsfeld produzierte den Film von November bis Dezember 2009 unter der Leitung der Filmemacherin Ulrike Korbach. Beteiligt waren sechs Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren.

Zunächst einmal entwickelten die Kinder eine grobe Rahmenhandlung des Films, indem sie mit einer Auswahl von Plastiktieren spielten. So entstand in den ersten Stunden die Geschichte von Pinguinen, die als Fremde an einen unbekannten Ort landen.

Kamera und Tricktechnik

Dann lernten die Kinder die Kamera und die Tricktechnik kennen, um selbständig diese bedienen zu können. Die Details der Story wurden so im Weiteren während der laufenden Filmarbeit entwickelt. Dazu erhielten die Kinder zwei Stoffpinguine, um mit ihnen außerhalb der Projektzeiten zu spielen, ihre Charaktere auszubauen und mit den Figuren vertraut zu werden. Hierbei erwies es sich als sehr hilfreich, dass seitens der Kindertagesstätte eine Erzieherin konstant in der Projektleitung mitarbeitete, so dass das Projekt im Alltag der Kita verwurzelt war. So bastelten die Kinder mit ihren Erzieherinnen die Kulissen für den Film, malten Hintergründe und suchten Gegenstände für die angemessene Vertonung.

Die Projekttage folgten einem gleichbleibenden Ablauf: zuerst schauten die Kinder die geschnittenen Ergebnisse ihrer Filmaufnahmen vom vorangegangenen Drehtag, dann filmten sie neue Tricksequenzen, indem immer ein Kind die Kamera bediente und die anderen die Figuren in kleinen Schritten durch die von ihnen gebastelten Kulisse bewegten. Am Ende erfolgten die Sprachaufnahmen. Jedes Kind sprach mindestens ein Tier und alle erdachten die zum Film gehörigen Geräusche.

Mit Spaß bei der Sache

Trotz unterschiedlicher Leistungsstärke waren alle mit Spaß bei der Sache. Mehr noch als im Grundschulalter ist jedoch Flexibilität gefragt, um die Konzentrationsfähigkeit in diesem Alter nicht zu überstrapazieren. Kleine Bewegungseinheiten im Stile der Pinguine trugen z.B. zur Auflockerung bei und die Tage zwischen den Projekttagen erwiesen sich als nötig, damit die Kinder ihre Eindrücke verarbeiten konnten. Auffällig war, dass auch die Kinder, die zunächst mit dem Projekt überfordert zu sein schienen, am Ende doch mit einer entsprechenden Aufgabe, wie z.B. der Vertonung einer Figur, in die Geschichte und somit in die Teamarbeit fanden.

Die Kreativität der Jungen und Mädchen wuchs gemeinsam mit der Geschichte. Um die Charaktere der Pinguinfreunde darzustellen, erhielten sie unterschiedliche Sprechstimmen. Für Moritz stand z.B. fest: „Der eine muss tief sprechen, der andere hoch“. Und den tief sprechenden Pinguin Fritz konnte er dann auch gleich selbst sprechen. Pinguine, Löwe, Elefant, Zebra und Ratte. Alle Tiere erforderten ihre eigene Sprechrolle und Interpretation, was die Kinder besonders gerne machten. Und wie das Fernsehen seine Tiere lebendig werden lässt, wissen sie jetzt auch.

Video: Kita Hombruchsfeld

DerWesten

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