Keine Steuern mehr
23.09.2009 | 09:58 Uhr 2009-09-23T09:58:00+0200Porträt einer Partei, deren Programm als auch Anschrift, naja, irgendwie anders ist: die Vereinigung Grundeinkommen-Volksentscheide
Allein schon die Anschrift der politischen Vereinigung Grundeinkommen-Volksentscheide ist skurril: Bundesvorsitzender Friedhelm Wegner hat das Parteibüro, aus Kostengründen, in Dortmunds Osten im Zentrum für Bewusstseinsentwicklung angemietet. Auch das Programm mutet skurril an.
Sonntag ist Bundestagswahl. Wie steinig der Weg zu einer Teilnahme daran ist, schildert Friedhelm Wegner. Der ist einer von zwei Bundesvorsitzenden der politischen Vereinigung Grundeinkommen-Volksentscheide, die sich am 19. Januar 2008 gründete und noch auf keinem Wahlzettel stand. "Das Wort Partei finden wir nicht gut, wobei wir aber dem Parteiengesetz unterstehen", sagt der Mitbegründer von Grundeinkommen-Volksentscheide. Damit sind auch schon zwei wesentliche Elemente des Programms genannt.
Doch damit lockt man nicht jeden hinter dem Ofen hervor. 66 Mitglieder zählt Grundeinkommen-Volksentscheide momentan. Bundesweit, wohlgemerkt. "Darunter auch Hartz-IV-Empfänger im Osten", berichtet Wegner. Nur in Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland ist die ziemlich weit links orientierte Gruppierung nicht vertreten. Doch um an Bundestagswahlen teilzunehmen, bedarf es 2000 Unterschriften in fast jedem Bundesland. "Erst dann lohnt es sich auch, einen Landesverband zu gründen", sagt Wegner.
Stimmen nicht für CDU
Somit gibt es derzeit "nur" einen sieben-köpfigen Bundesvorstand. Und bei der Wahl am Sonntag tritt Grundeinkommen-Volksentscheide auch deshalb nicht an, damit die auf sie vermutlich abfallenden Null-Komma-X-Prozentpunkte nicht anderen Parteien zugeschlagen werden. "Die Stimmen der ganz kleinen Parteien würden ja wohl der CDU zugerechnet, und die sind der größte Hemmschuh in der deutschen Politik", behauptet Wegner und denkt dabei an deren Atompolitik oder Nein zu Volksentscheiden. "Dabei hat sich sogar Bundespräsident Köhler dafür ausgesprochen."
Optimistisch blickt der ehemalige Grüne ("Da wurde mir nachher zuviel 'rumgebrüllt, außerdem haben die ihre Ziele fallen lassen") in die Zukunft der Vereinigung. Eine Versammlung in Kassel habe unlängst gezeigt, dass man sich mit anderen Gruppierungen zusammenschließen könne und daraus eine weitere Alternative im Parteienspektrum entstehen kann. "Und im Rahmenprogramm des 'Marschs für Menschlichkeit' finden wir uns ebenfalls wieder", nennt Wegner einen weiteren Ansatz, der im Herbst 2010 vertieft werden soll. Denn das Ziel steht schon jetzt fest: die Teilnahme an einer Bundestagswahl.
> Zur Homepage von Grundeinkommen-Volksentscheide
00:32
Die Anschrift von Grundeinkommen und Volksentscheide lautet: Postfach 12 04 02, 44294 Dortmund oder Wambeler Hellweg 35, 44143 Dortmund. Was ist daran skurril? Und was soll am Programm skurril sein? Ist es deshalb skurril, weil das Programm anders ist als das der Bundestagsparteien?
Wir fordern nicht: Keine Steuern mehr, sondern Abschaffung aller Steuern außer der Mehrwertsteuer.
Die Wählerstimmen der kleinen Parteien, die keine 5 % erreichen, werden nicht der CDU zugeschlagen, sondern auf alle Parteien, die 5 % und mehr der Wählerstimmen erhalten haben, verteilt. Den größten Anteil erhält die CDU, weil sie prozentual die meisten Stimmen erhält.
CDU/CSU und die FDP haben bei der Bundestagswahl zusammen 48,4 % erreicht. Durch die Aufteilung der 6 % der Sonstigen sind sie auf rund 52 % gekommen.
Dies zur Korrektur zum Bericht über uns.
20:35
Und wieder einer der Bedingungen braucht und nicht die Freiheit der Menschen, also ist die Partei schon zur Hälfte überflüssig.
Nach bisherigen Berechnungen kann heute schon jeder ca 700€ ein Grundeinkommen haben.
17:12
Ach da war doch noch etwas! Guido Westerwelle will ein Buch schreiben!
Will er jetzt den Brüdern Grimm; oder Heinz Erhard (Noch `n Gedicht) Konkurrenz machen???--!
17:06
Da gibt es doch so ein Gerät zur Ortung von Demenzkranken. Das wäre eine tolle Sache für die Politiker nach der Wahl.Dann könnte man endlich einmal feststellen, wohin diese Brüder mit ihren Versprechungen ab getaucht sind. Bei Dementen erlebt man es ja auch hin und wieder, dass sie sich an etwas aus fernen Tagen erinnern!
14:24
Nein Danke.
Ich Wähle Die Linke das ist Soziale Gerechtigkeit