Familienparty des BVB
10.05.2010 | 09:31 Uhr 2010-05-10T09:31:00+0200Fans und Akteure des BVB feiern im Westfalenpark und ziehen eine positive Saison-Bilanz.
Beim Familientag im Dortmunder Westfalenpark herrschte trotz der Niederlage am Samstag in Freburg Zufriedenheit pur. „Ich bin stolz auf meine Jungs, sie haben Großartiges geleistet. Es ist doch eine Sensation, dass wir vor Wolfsburg, Hamburg, Hoffenheim und Stuttgart stehen“, sagte Trainer Jürgen Klopp nach dem letzten Saisonspiel in Freiburg. In seiner zweiten schwarzgelben Saison hat die Mannschaft zwar zwei Punkte weniger als im Kloppschen Premierenjahr geholt. Sie ist aber in der Tabelle einen ganz wichtigen Rang nach oben geklettert. Als Fünfter haben sich die Borussen die Teilnahme an der Europa League gesichert. „Und genau das zählt“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
Etwa 56.000 Fans kamen an Muttertag in den Dortmunder Westfalenpark, um ihren künftigen Europapokal-Helden zu gratulieren. Über 8000 Fans waren bereits am Samstag mit nach Freiburg gereist, um ihre Profis nach dem letzten Saisonspiel zu feiern. Das 1:3 (Tore: Barrios 47.)/Idrissou (60.), Cisse (70./90.+3) wird schnell vergessen sein, obwohl zumindest einige BVB-Profis mit dem Spiel haderten. „Platz 5 am Ende ist in Ordnung, keine Frage. Aber es wäre mehr möglich gewesen. Wir gehen, wie so oft in dieser Saison, 1:0 in Führung und verlieren dann noch. Uns fehlt das Sieger-Gen der Bayern, dieses „Mir-san-mir. Ich muss mich mal erkundigen, wie das im Ruhrgebiet heißt“, sagte Mats Hummels, der 13 Jahre lang einer dieser Bayern mit Sieger-Gen war. Sein Trainer Jürgen Klopp sah die Niederlage im Breisgau nicht ganz so tragisch: „Das hatte heute schon ein bisschen was von Europapokal. Du verlierst auswärts, bist aber trotzdem eine Runde weiter“, scherzte Klopp.
Beim BVB schauen sie mit dem Ende der Saison schon wieder nach vorne. Auf die neue Saison. Denn bis zum ersten Pflichtspiel am 14. August, gibt es viel zu tun. Der Kader muss für die möglichst lange Dreifach-Belastung aus Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League, bei der der BVB nach einer Qualifikationsrunde in die Gruppenphase will, breiter aufgestellt werden. Zwar wird der Team-Etat um 2,5 Millionen Euro erhöht, „aber sonst haben wir nicht so viel Geld. Deshalb müssen wir, wie bisher, kreative Lösungen finden“, nahm BVB-Boss Hans-Joachim Watzke Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Jürgen Klopp in die Pflicht. Das „Top-Shopper-Duo“ Zorc/Klopp hatte vergangenen Sommer u.a. Lucas Barrios, Kevin Großkreutz und Sven Bender geholt. So viel Tore wie Barrios (19) hatte zuletzt 1992 ein BVB-Profi erzielt. Großkreutz wurde vom Zweitligaspieler zum Nationalspieler. Ein Weg, den auch Sven Bender bald gehen dürfte.
Millionen für Lewandowski
Zumindest in den zweiten Torjäger, den Polen Robert Lewandowski, sollen ein paar Millionen Euro investiert werden. Vergangene Woche war eine Delegation seines Vereins Lech Posen zur Verhandlungen in Dortmund. Beide Klubs liegen aber in ihren Ablösevorstellungen weit auseinander.
Mit dem fünften Tabellenplatz und der Qualifikation für den Europapokal wächst indes nicht nur der sportliche Anspruch, sondern auch die Euphorie. Beim BVB geht man inzwischen davon aus, dass sich fast alle der 50675 Dauerkarten-Inhaber auch für nächste Saison ihr Ticket sichern.
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