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Blindenfußball
24.06.2010 | 19:06 Uhr 2010-06-24T19:06:00+0200Fußballspielen nach Gehör? Kein Problem für die blinden Spieler des ISC Dortmund.
Mit einem lauten Klackern schlägt der Fußball auf dem Ascheplatz am Hombrucher Froschloch auf. Beim Ausrollen klackert er weiter. Und das muss er auch: Die blinden Spieler verlassen sich komplett auf ihr Gehör. Der Ball ist mit Metallkugeln gefüllt.
Klackernder Ball, das laute "Hab!" und "Gib!" der Spieler, die Zurufe der sehenden Ruferin hinterm gegnerischen Tor - Blindenfußball gehört nicht nur zu den schwierigsten Spielarten im Blindensport, sondern wohl auch zu den lautesten. "Beim Blindenfußball bewegen wir uns frei im Raum, müssen wissen, wo die anderen Spieler stehen, müssen kombinieren - und das stellt hohe Ansprüche an die Konzentration", erklärt Mitspieler Thorsten Peitzmeier. "Sonst bewegen wir uns ja nur mit Stock oder Hund."
Der Behinderungsgrad der Spieler variiert im offiziellen deutschen Blindenfußball zwischen null und zehn Prozent Sehstärke. Um das auszugleichen, sind die Augen aller Feldspieler verdeckt. Aber auch sehende Spieler sind dabei - etwa als Torwart oder Rufer hinterm Tor des Gegners.
Der Integrations-Sportclub ISC Viktoria Dortmund gehört zu den erfolgreichsten Blindenfußball-Teams in Deutschland. Immerhin: Die vergangene Saison hat der Verein Bundesliga-Vize geworden. Hinter Stuttgart, vor Berlin. Und die Hoffnung auf den Meistertitel wächst: Nächstes Jahr soll der eigene Kunstrasenplatz am Kirchderner Schmemannsweg fertig sein - für das perfekte Training.
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