Verneigung vor den Kriegsopfern
15.11.2009 | 17:26 Uhr 2009-11-15T17:26:00+0100
Bewegende Minuten auf dem Hauptfriedhof: Am Ehrenmal fand gestern Vormittag eine der größten städtischen Gedenkveranstaltungen anlässlich des Volkstrauertags statt.
In seiner Rede erinnerte der neue Oberbürgermeister der Menschen, die in Kriegen und durch Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben. „Wir gedenken der Millionen von Opfern.” Eine besondere Würdigung erfuhren dabei die Vertriebenen, Soldaten und „ Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns”.
Sierau machte unmissverständlich klar, dass weder die Schrecken des Ersten noch die des Zweiten Weltkrieges vergessen seien. Und übte gleichzeitig vorsichtige Kritik: „Eigentlich hätte das Wissen aus dem Ersten Weltkrieg dazu führen müssen, dass sich so ein kollektiver Wahnsinn von Verblendung nicht hätte wiederholen dürfen.” Die Legendenbildung in der Weimarer Republik, die so genannte Dolchstoßlegende, habe erst die geistige Grundlage geschaffen, um die Nationalsozialisten an die Macht zu bringen.
„Niemals wieder”, so die Worte eines sichtlich bewegten Oberbürgermeisters. Er wandte sich auch an heutige Generationen. Sie seien dazu verpflichtet, Rassismus und Fremdenhass nicht zuzulassen. „Im Krieg gibt es keine Sieger”, mahnte Sierau und erinnerte an 10 Millionen Tote im Ersten und 36 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg, darunter 14 Millionen Zivilisten. Und abschließend bei der symbolischen Kranzniederlegung „Ich verneige mich vor den hier Ruhenden.”
Eine Geste, die bei den Anwesenden, vielen ehemaligen Kriegsveteranen, auf große Zustimmung traf. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen zu schnell vergessen”, sagte Rudolf Knauer, der zusammen mit dem Männergesangschor am Ehrenmal auftrat. Vor allem bei jungen Leuten sei das Wissen nicht mehr so präsent. „Schade, dass die hier nicht erschienen sind”, sagte Rudolf Knauer. Tatsächlich wohnten dem Festakt nur eine Handvoll, zumeist ältere Besucher, bei.
17:32
Auf einer bekannten Internetseite von Dortmunder Nazis ist ein Bericht von einem Ihrer so genannten Heldengedenken. Ich glaube es handelt sich hierbei um das selbe Ehrenmah. Eine frechheit der Nazis. Über soetwas muss doch berichtet werden.
21:53
... traumatisierten Überlebenden
Ein einfühlsamer Artikel, der mir, als bei der überaus mäßig angekündigten Veranstaltung Anwesendem, aus der Seele spricht.
Sobald die Masse unserer Nation diese Katastrophen vergessen haben wird, kann es von Neuem losgehen.
Dagegen müssen wir uns wehren solange wir leben!