"Vermieter-Nomaden" zunehmend ein Ärgernis
25.02.2010 | 08:58 Uhr 2010-02-25T08:58:00+0100
Dortmund. Miete nie gezahlt - Mieter verschwunden - Müll da gelassen: Das Ärgernis Mietnomaden kennen einige Vermieter. Neuerdings gibt es zunehmend auch „Vermieter-Nomaden” - ein Thema auf dem am heutigen Donnerstag beginnenden Mietgerichtstag in Dortmund.
Der Begriff „Mietnomaden” vagabundiert seit Jahren durch die Debatten. Doch es gibt auch „Vermieter-Nomaden in wachsender Zahl”, lenkt Amtsrichter Ulf Börstinghaus den Blick auf eine aktuelle Entwicklung. Immer mehr Mieter beklagen, dass sie den Vermieter ihrer Wohnung nicht mehr erreichen können, weil er beispielsweise seinen Sitz im Ausland hat, die Firmenbezeichnung ändert oder seinen Wohnungsbestand kurzfristig verkauft.
Das bringe viele handfeste Probleme, die bei den Gerichten landen, weiß Börstinghaus. So ist der Fall, dass eine Mietkaution beispielsweise von einer dänischen Immobilienfirma eintreiben muss, in der Praxis oft sehr langwierig und schwierig.
1977 lud Börstinghaus erstmal Rechtsexperten aus ganz Deutschland zum Mietgerichtstag nach Dortmund ein. Das Treffen hat sich etabliert und es gehen vom ihm wichtige Impulse in die Gesetzgebung und deren Handhabung aus. Am morgigen Freitag beginnt der zweitägige „Deutsche Mietgerichtstag 2010” im Goldsaal der Westfalenhallen - um auch darüber zu beraten, wie man „Nomaden” verfolgen kann. Ob es sinnvoll ist, wie es die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag andeutete, generell neue Regeln für alle zu schaffen, müsse diskutiert werden. Börstinghaus im Gespräch mit der WAZ: „Es gibt bundesweit 1000 bis 2000 Mietnomaden, aber über 20 Millionen Mieter und Mietverträge.
Diskutiert wird auch über die Frage der Verjährungfristen, in denen Mieter ihre Ausgaben für Schönheitsreparaturen rückfordern können, die sie getreu dem Mietvertrag machen ließen, wozu sie aber nach jüngster Rechtssprechung gar nicht verpflichtet wären. Nicht drei sondern zehn Jahre läuft die Verjährungsfrist für Rückforderungen, wenn Mieter „subjektiv nicht informiert” von ihren Rechten waren.
Für kontroversen Diskussionsstoff dürfte die Frage sorgen, ob Mietminderungen unzulässig sein sollen, wenn Vermieter Energiesanierungen in der Wohnung vornehmen. Die CDU/FDP-Koalition hat ein solches Ziel für eine Gesetzesänderung formuliert. Pikant: Das entspricht exakt der Linie die „Haus + Grund” als Vermieter-Lobby sei langem fordert.
06:55
Das Problem mit diesen anonymen Vermietern insbesondere den Wohnungsgesellschaften
musste auch mal angesprochen werden, aber trotzdem bleibt die Tatsache, dass in Deutschland der Mieter juristisch bevorzugt behandelt wird. Es gibt sie noch, die kleinen
Hausbesitzer, Inhaber vielleicht von einem Mietshaus mit fünf Wohningen, davon eine selbst bewohnt. Was glauben säumige Mietzahler, Mietnomaden, Vandalen eigentlich wie solch ein Vermieter Verluste durch Mieter eigentlich wegsteckt, ist dem das Eigentum vom Himmel gefallen, braucht der keine Kredite abzuzahlen oder laufende Kosten aufbringen? Z.B.: Schönheitsreperaturklauseln: Da soll vom Vermieter rückwirkend Geld gefordert werden, obwohl der seine Miete dahingehend kalkuliert hatte. Überhaupt: Wieso ist Mietnomadentum noch kein offizielles Strafdelikt? Betrug ist Betrug, und dass es nur 2000 Mietnomaden in Deutschland gibt, wage ich zu bezweifeln, inzwischen agieren auch Mieter von Gewerberaum so dreist. Wer als Privatmensch heutzutage noch vermietet tut sich keinen Gefallen damit. Die Gesetzgebung und die Moral der Mieter werden dazu führen, dass bald nur noch Großvermieter und diese anonymen Wohnungsgesellschaften den Markt beherrschen, und so wie Heuschrecken und Co. Arbeitnehmer auf die Straße setzen, werden Leute auf der Straße schlafen.
11:38
#12
Betrug mit Nebenkosten ?
Das muß nicht sein.
Jeder Mieter kann Einsicht nehmen beim Vermieter.
Termin vereinbaren!
10:10
Wie viele Vermieter betrügen ihre Mieter mit den Nebenkosten ???
18:21
zu #10
60 m² 800 € ?
ich bin sicher, mit etwas suchen finden sie preiswerteren Wohnraum.
18:02
Mieten sind hier unbezahlbar geworden,man kann sich eine gesunde Unterkunft nicht mehr leisten,weil man zu wenig verdient wenn du nur noch für die Bleibe arbeiten gehst weil 60qm 800,00Kaltmiete kosten wo soll das noch hinführen?
12:27
Demnächst müssen die Vermieter sicher noch Entschädigungen an diese Pack zahlen.In Deutschland ist alles möglich.
Menschen die sich Eigentum geschaffen haben werden doch immer bestraft.
Die Gesetze werden für Faule und A-Soziale gemacht.
Ich vermiete bestimmt keine Wohnung.
09:26
@7 Ja, habe ich und kann es auch verstehen.
Es gibt da sicherlich Häuser, die mal Pflege bräuchten. Aber alles muß bezahlt werden. Wenn die Miete vom Sozialamt beim Mieter versickert und nicht beim Vermieter ankommt, dann hat dieser kein Geld für Sanierungen.
Wenn nach Auszug eines Mieters die Wiederherstellung der Bewohnbarkeit einer Wohnung den Jahresertrag des gesamten Objektes auffrist, dann ist für die Fassade etc. kein Geld mehr da.
Ich halte meine Objekte im Dortmunder Süden in Ordnung, sie sind energetisch saniert, optisch auf Vordermann gebracht und voll vermietet. Vielleicht verdiene ich in zehn Jahren damit wieder Geld. Bis dahin darf ich mich über viele nette Mieter freuen und über einige wenige Mieter, die einem fast täglich Arbeit und Ärger machen.
Als Unternehmer trennt man sich von Kunden, wenn die Zusammenarbeit nicht klappt. Das funktioniert beim Mietverhältnis nur von der Mieterseite, der Vermieter kann nicht sagen: Du gehst dem ganzen Haus inkl. Vermieter auf den Keks, zieh bitte aus.
Selbst wenn die Miete nicht gezahlt wird, dauert es viele Monate, bis man einen Mieter rausbekommt.
Und wenn ich die dummdreisten Schreiben der Anwälte des Mietervereins lese, kommt mir das Kotzen.
Vor diesem Hintergrund habe ich keine Lust, in Wohnimmobilien zu investieren und kann es auch niemandem raten.
07:03
#4 und Du hast sicher den Kommentar nr. 3
verstanden, gell....
22:34
boh, der dumpfe haufen hat eine heimat! hier!
17:47
Also den Harzriss gehört kein Geld in die Finger. Mieten müssen sofort vom Sozialträger an den Vermieter überwiesen werden. Bei Beschädigung der Wohnung durch den Mieter wird die Wohnung durch den Sozialträger erstattet und dem Sozialhilfeempfänger gestrichen. Nur so kommt Ordnung ins Leben von manchen „Mietern“.