Verlorene 23 Millionen flossen zurück
13.03.2009 | 13:18 Uhr 2009-03-13T13:18:00+0100Im Unterschied zu vielen Kleinanlegern geht die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) - das steht seit gestern fest - vollkommen schadlos aus der Pleite der US-Bank Lehman Brothers hervor.
Wie EDG-Sprecher Matthias Kienitz auf WAZ-Nachfrage bestätigte, sind die 23 Millionen Euro aus dem städtischen Deponiesondervermögen, die man bei der Investmentbank angelegt hatte, weil man sie erst später zur Rekultivierung benötigt, in dieser Woche komplett nach Dortmund zurückgeflossen. „Und zwar inklusive der Zinsen”, freut sich Kienitz.
Die Gelder, die man dem Müllgebührenzahler bis zur Schließung der Deponie Dortmund-Nordost Mitte 2005 abgeknöpft hatte, um damit die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge bezahlen zu können, müssen bis zum Gebrauch „mündelsicher” angelegt werden - auch das schreibt das Gesetz vor. Im Fall der
fraglichen 23 Millionen hatte sich die EDG, die das Deponiesondervermögen im Auftrag der Stadtmutter betreibt, mit Lehman nicht nur eine der führenden Banken in den Vereinigten Staaten ausgesucht; das Bankhaus war seinerzeit auch Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken.
Die Kalkulation damals, die in dieser Woche aufging: Lieber etwas weniger Rendite in kauf nehmen, dafür ein Höchstmaß an Sicherheit gewinnen.
22:36
23 Millionen plus Zinsen,- klasse. Werden die Müllgebühren in Dortmund jetzt billiger oder bekommen die Zahler etwas erstattet ?
02:26
Jetzt soll also schon gejubelt werden, nur weil Kaufleute sich ihrem Job entsprechend gesetzeskonform verhalten haben? Armes Dortmund...
14:15
Erfreuliche Nachricht, es geht doch, daß mit dem Geld der Steuer- bzw Gebührenzahler auch mal nachhaltig umgegangen wird. Schade, daß das von den sonstigen Meckerfritzen, die hier immer unterwegs sind mal nicht positiv anerkannt wird...