Verletzte Schäferhündin aus Müll-Wohnung gerettet

Die Schäferhündin Dexa wurde stark abgemagert, stinkend, verfloht und mit großen offenen Wunden aus der vermüllten Wohnung nahe des Borsigplatzes geholt. Sie ist zurzeit auf der Isolierstation einer Dortmunder Tierklinik.
Die Schäferhündin Dexa wurde stark abgemagert, stinkend, verfloht und mit großen offenen Wunden aus der vermüllten Wohnung nahe des Borsigplatzes geholt. Sie ist zurzeit auf der Isolierstation einer Dortmunder Tierklinik.
Foto: Arche90
In Dortmund wurde eine Schäferhündin aus einer völlig vermüllten Wohnung gerettet. Das Tier war so geschwächt, dass es kaum laufen konnte.

Dortmund.. Die Helfer der Tierschutzorganisation Arche90 haben vor einer Woche eine Schäferhündin aus einer vermüllten Wohnung gerettet. Das Tier war so geschwächt, dass es kaum laufen konnte. Dexa hatte zudem eine vereiterte Schnauze und offene Wunden am Körper. Jetzt sucht die Hündin ein neues Zuhause.

Der etwa zwölf Jahre alten Hündin geht es "sehr, sehr schlecht", sagt Arche-Sprecherin Gaby Bayer, die bei dem Einsatz am vergangenen Montag dabei war. Die Polizei hat Dexa der Arche90 in Obhut gegeben. "Die Hündin stank fürchterlich. Sie ist zurzeit in der Tierklinik und muss zunächst narkosefähig werden", so Gaby Bayer.

Der Ober- und Unterkiefer der Hündin müsse komplett saniert, die Zähne vom vielen Zahnstein befreit werden. "Die Schnauze war vereitert, geschwollen und wund", berichtet Bayer, "die Krallen an den Pfoten sind extrem lang." Dexa sei schon lange nicht mehr draußen gewesen.

Hündin musste aus der Wohnung getragen werden

Das Laufen bereitet ihr sehr viel Mühe, da sie sehr geschwächt ist. Sie musste von uns aus der Wohnung getragen werden." So ein Zustand entwickele sich nicht innerhalb kurzer Zeit", meint die Arche-Sprecherin. In der Wohnung lebt ein Ehepaar, das unter Betreuung steht und offensichtlich weder für sich noch für den Hund sorgen konnte.

Dexa ist seine sehr liebe Hündin. Sie habe noch in der Nacht zu Dienstag alle Untersuchungen geduldig ertragen, teilt Arche90 mit. Es werde sehr viel Zeit und Mühe kosten, die Gesundheit von Dexa wieder herzustellen, sagt Gaby Bayer. Erfahrungsgemäß würden allein die Tierarzt- und Medikamentenkosten sowie die kostenintensive Physiotherapie bei geschätzten 3000 Euro liegen. Bayer: "Dieser Kostenaufwand ist für uns als Tierschutzorganisation nur schwer allein zu stemmen."

Spenden und eine Pflegestelle

Deswegen bittet Arche90 um Spenden. "Wir würden der Hündin für ihre letzten Jahre gern wieder ein normales Hundeleben ermöglichen, damit sie nach diesem Elend noch eine schöne Zeit erlebt", so Bayer. Außerdem sucht Arche90 für Dexa eine geeignete Pflegestelle für die Zeit nach der stationären Behandlung in der Tierklinik.

Das neue Zuhause sollte ebenerdig sein, die Pflegestelle sollte über ein Auto verfügen und viel Zeit für die Pflege erübrigen können; denn in Zukunft müssten noch viele Tierarztbesuche und Zeit für Physiotherapie eingeplant werden, erläutert Gaby Bayer. Dexa brauche viel Zeit und Ruhe, um genesen zu können.

Arche90 hat folgende Spendenkonten:


- Sparkasse Dortmund, IBAN: DE25 4405 0199 0531 0032 84
- Volksbank Dortmund-Nordwest, IBAN: DE69 4406 0122 4090 6544 00


Wer als Pflegestelle Dexa bei sich aufnehmen möchte, kann sich per E-Mail an informationen@arche90.de oder Telefon unter (0231) 875397 (Infoband, bitte Name und Telefonnummer hinterlassen) melden.