Vergewaltigung verhindert - 16-Jährige sucht ihren Retter

Mit diesem Aushang hofft ein 16-jähriges Mädchen ihren "Retter" zu finden. Der Aufruf wird in den Sozialen Medien weitergereicht.
Mit diesem Aushang hofft ein 16-jähriges Mädchen ihren "Retter" zu finden. Der Aufruf wird in den Sozialen Medien weitergereicht.
Foto: FMG
Was wir bereits wissen
Er hörte ihre Hilferufe, konnte eine Vergewaltigung verhindern: Jetzt will sich eine 16-Jährige aus Dortmund bei ihrem Retter bedanken.

Dortmund.. 14. Januar, ein Mittwochabend, gegen 21 Uhr: Eine 16-Jährige geht alleine durch die Dortmunder Moltkestraße, als ein Mann sie von hinten packt und sie zu vergewaltigen versucht. Das Mädchen schreit um Hilfe und hat Glück. Ein Passant hört es, eilt herbei. Der Täter flüchtet daraufhin, doch der aufmerksame Passant lässt ihn nicht ziehen. Er läuft ihm nach. Die junge Frau verschwindet schnell in die Wohnung ihres Freundes, die in der Nähe liegt.

"Bitte melde dich bei mir!"

Täter und Passant sind seitdem verschwunden. Während die Polizei nach dem Täter sucht, geht es dem Mädchen jetzt um etwas ganz Anderes: Es will denjenigen ausfindig machen, der die Vergewaltigung verhindern konnte."Retter gesucht!" - mit diesen Worten auf einem Aushang wendet sie sich jetzt an den Helfer. "Bitte melde dich bei mir!" steht da und die Mailadresse rettergesuchtdo@gmx.de, unter der sie kontaktiert werden möchte.

Ein Foto des Aushangs teilen Nutzer jetzt eifrig auf Twitter und Facebook. Doch warum ist es dem Mädchen so wichtig ihn zu finden? "Es will sich in erster Linie bedanken", sagt Gunnar Wortmann von der Dortmunder Polizei. Und die Beamten versprechen sich noch mehr davon. "Vielleicht kann er uns noch eine bessere Täterbeschreibung liefern. Dann können wir auch ein Phantombild erstellen", so Wortmann.

Täter ist etwa 1,80 Meter groß und 40 Jahre alt

Bisher gibt es nur die Angaben des Mädchens zum Täter: Er soll etwa 1,80 Meter groß und 40 Jahre alt sein. Er habe damals einen schwarzen, kurzen Mantel, eine graue Hose und eine schwarze Wollmütze getragen.

Sollte der "Retter" sich melden und wichtige Infos liefern können, steigt die Chance, den Täter nach einem Monat noch zu finden. Es könnte ihm eine Mindeststrafe von einem Jahr drohen. Die Polizei befürworte die Suche über soziale Netzwerke, auch sie nutze sie häufig selbst für Fahndungen, sagt Polizeisprecher Wortmann. Hinweise bitte an die Polizei unter 0231/132-7441.