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Landgericht

Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft

08.08.2012 | 17:59 Uhr
Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft
Foto: WR

Dortmund.   Acht Jahre Haft forderte Staatsanwältin Stefanie Rößler für den Mann, der eine 15-Jährige eine ganze Nacht lang in seiner Wohnung gefangen hielt, sie mehrmals vergewaltigte und mit Handschellen fesselte.

Dieser Mann hat ein Mädchen seelisch zerstört: Die 15-Jährige, die eine ganze Nacht lang vergewaltigt und mit Handschellen ans Sofa gefesselt wurde, kann zurzeit nicht zur Schule gehen, keine Freundinnen treffen. Sie ist schwerstens traumatisiert und wird stationär in der Elisabeth-Klinik in Aplerbeck behandelt.

Wann die Jugendliche wieder ein einigermaßen normales Leben führen kann, ist derzeit nicht abzusehen. Dafür soll ihr Peiniger jetzt lange hinter Gitter, forderte Staatsanwältin Stefanie Rößler: Sie beantragte wegen schwerer Vergewaltigung , gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung eine Gefängnisstrafe von acht Jahren. Es sei ein kaum vorstellbares Martyrium gewesen, das die 15-Jährige in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 2012 stundenlang über sich ergehen lassen musste.

Trotz der Schmerzensschreie des Opfers nicht aufgehört

Nicht nur, dass der Angeklagte das Mädchen „unglaublich demütigte“, so Staatsanwältin Rößler. Das Mädchen hatte auch Todesangst: Während der Taten hatte der 32-Jährige ihr auch die Augen verbunden. Dazu die Anklägerin: „Das muss man sich mal vorstellen: Man weiß nicht, was kommt als nächstes? Holt er jetzt ein Messer?“ Das Opfer kannte den Täter oberflächlich, er hatte es zuvor in seine Wohnung eingeladen.

Einzig sein freimütiges Geständnis sei dem Angeklagten strafmildernd anzurechnen: „Ansonsten wäre mein Antrag zweistellig ausgefallen.“ Trotz der Schmerzensschreie habe der Mann nicht von dem Mädchen abgelassen. Verteidiger Markus Blumenstein forderte maximal fünf Jahre Haft.

„Es ist nichts mehr so, wie es einmal war“

„Es ist nichts mehr so, wie es einmal war.“ Mit diesem schlichten Satz offenbarte der Vater des Opfers all das Leid, das der Angeklagte über die 15-Jährige gebracht hat. Damals, in der Tatnacht, hatte er eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Gegen fünf Uhr früh wurde seine Tochter von Passanten an der Reinoldikirche entdeckt. Blutend, völlig verstört. Kurz zuvor hatte ihr Peiniger sie frei gelassen. „Da war ich wieder klar“, hatte er am ersten Prozesstag gesagt. Klar nach dem angeblichen Konsum von Kokain. „Ich stehe auf Sado-Maso, durch die Drogen war ich vernebelt.“

Rechtsanwältin Birgit Schwipp ist skeptisch, ob ihre junge Mandantin „jemals wieder Vertrauen zu einem Mann fassen kann“. Zurzeit ist sie weit davon entfernt und blockt jeden Kontakt ab.

Kathrin Melliwa


Kommentare
08.08.2012
19:57
Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft
von scouti | #3

Keine anschl. Sicherheitsverwahrung? Er steht auf Sado-Maso. Dann aber bitte mit Erwachsenen, die hiermit einverstanden sind. Und was ist mit Drogenentzug?

08.08.2012
19:56
Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft
von maped | #2

für immer und ewig wegsperren.

08.08.2012
19:41
Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft
von TVtotal | #1

Wie soll nur 8 Jahre in den Knast...15 wären das Mindeste!

1 Antwort
Vergewaltiger einer 15-Jährigen soll acht Jahre in Haft
von kasimir28 | #1-1

Genau,für jeden Hndtaschenraub bekommt man mehr

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