Das aktuelle Wetter Dortmund 6°C
Kundgebungen

Verdi ruft zum Arbeitskampf bei der Postbank auf

29.11.2011 | 14:42 Uhr
Verdi ruft zum Arbeitskampf bei der Postbank auf
Postbank-Kunden müssen ab Ende der Woche mit Problemen bei Überweisungen rechnen. (dapd)

Dortmund.   Gut 30 Millionen Bankkunden müssen sich ab diesem Donnerstag auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der Postbank und anderer Kreditinstitute für Ende der Woche zu bundesweiten Warnstreiks auf. Eine große Kundgebung soll es am Donnerstag in Dortmund geben.

Postbank-Kunden müssen sich ab Donnerstag, 1. Dezember auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief am Dienstag die Beschäftigten des Kreditinstituts und seiner Töchter für Ende der Woche zu bundesweiten Warnstreiks auf. Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft gegen geplante Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen bei dem Bonner Unternehmen protestieren. In Dortmund und Köln sind zentrale Kundgebungen geplant.

Weil die Postbank auch Überweisungen anderer Banken bearbeitet, sind bis zu 30 Millionen Kunden betroffen. Auf die verbliebenen Beamten bei der Postbank kommt deshalb eine Menge Arbeit zu. Die 14 Millionen Postbank-Kunden müssen sich von Donnerstag an zuerst auf Einschnitte im Service einstellen. Vor allem bei Überweisungen könne es zu Problemen kommen, erklärte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die zu dem mehrtägigen Ausstand aufruft.

Auch Kunden anderer Banken von Streik betroffen

Das Problem wird sich aber auch schnell bei anderen Banken bemerkbar machen. Denn auch die rund zehn Millionen Privatkunden der Deutschen Bank und die mehr als 2,5 Millionen Privatkunden der Münchner HypoVereinsbank sind betroffen. Die Banken haben die Postbank mit Überweisungsdienstleistungen beauftragt.

„Mit ihren Plänen, drastische Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen durchzusetzen, haben die Arbeitgeber eine Eskalation herbeigeführt, die nur sie selbst beenden können“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. Auch die fünfte Verhandlungsrunde am 25. November habe deutlich gezeigt, dass die Arbeitgeber nicht einlenken wollten.

Nach Gewerkschaftsangaben wollen die Arbeitgeber im Rahmen der Integration in die Deutsche Bank Geschäftsbereiche der Postbank in neue Gesellschaften auslagern. Die Beschäftigten sollen dann mehr arbeiten bei schlechterer Bezahlung. Verdi fordert für die Betroffenen einen Überleitungstarifvertrag, damit die bestehenden Tarifvereinbarungen weiter gelten.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Mensch in Dortmund

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, plant die Gewerkschaft bundesweit Kundgebungen und Streikversammlungen. Am Donnerstag sollen sich die Postbank-Beschäftigten in Dortmund zu einer Kundgebung treffen. Erwartet wird im Anschluss auch Verdi -Bundesvorstandsmitglied Mensch. In Köln soll am Freitag der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske zu den Streikenden sprechen.

Die Warnstreiks und Kundgebungen dürften nach Einschätzung der Gewerkschaft nicht nur die Postbank treffen. Da die Bank auch Zahlungsverkehr für die Deutsche Bank , UniCredit und die HSH Nordbank abwickele, könne es auch dort zu Problemen kommen, hieß es. (dapd)

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6118207/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Zum Geburtstag ein Mammut
Naturkundemuseum
Sie wollen mit Dr. Dr. Elke Möllmann den 100. Geburtstag des Naturkundemuseums feiern? Kein Problem: Kommen Sie am nächsten Sonntag doch einfach vorbei – der Eintritt ist frei. Sie wollen ein Geschenk mitbringen? Dann besorgen Sie schon mal ein paar Meter Geschenkpapier.
Polizei Dortmund sucht Zeugen für Unfallflucht
Polizei
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Samstagmorgen einen 23-jährigen Fußgänger aus Dortmund angefahren und flüchtete anschließend. Das Unfallopfer wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.