Das aktuelle Wetter Dortmund 21°C
Familiendrama

Verdächtige im Fall der ermordeten Kinder in Dortmund beteuert Unschuld

04.08.2012 | 14:56 Uhr
Die Lebensgefährtin des Vaters von den in Dortmund ermordeten Kindern sitzt in U-Haft. Foto: dapd

Dortmund.  Die Lebensgefährtin des Vaters steht unter Verdacht, die drei Kinder getötet zu haben. Die aus Bulgarien stammende Frau ist in U-Haft. Sie weist die Vorwürfe zurück. In der Tatnacht kam sie Berichten zufolge blutend in eine Kneipe.

Im Fall der drei getöteten Kinder in Dortmund haben die Ermittler am Sonntag ihre Arbeit mit Zeugenvernehmungen und weiteren Spurensuchen fortgesetzt. Die unter Tatverdacht stehende Lebensgefährtin des Vaters der Kinder bestritt nach Polizeiangaben weiter alle Vorwürfe. Gegen die 29-Jährige wurde am Samstag Haftbefehl wegen Mordes und schwerer Brandstiftung eröffnet. Am Sonntag war erneut die Spurensicherung in der ausgebrannten Wohnung tätig. Sowohl zum Motiv als auch zu den Umständen der Gewalttaten gab es von Seiten der Staatsanwaltschaft auch am Sonntag keine Informationen. Vor dem Tatort legten Nachbarn zahlreiche Blumen und Plüschtiere ab und zündeten Kerzen an.

Die Feuerwehr war am frühen Freitagmorgen zu dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der nördlichen Innenstadt von Dortmund gerufen worden und hatte die zwischen vier und zwölf Jahre alten Geschwister in der Wohnung aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass alle drei Opfer einer Gewalttat wurden.

Demnach waren der vier Jahre alte Sohn und die zwölf Jahre alte Tochter bereits vor Ausbruch des Feuers tot. Das dritte Kind, ein zehnjähriger Junge, erlag nach der Bergung durch die Feuerwehr seinen Verletzungen. Offenbar zeigte seine Leiche Stichverletzungen. Der Polizei zufolge könnte das Feuer gelegt worden sein, um die Gewalttat zu verschleiern.

Mutter der Kinder vor längerer Zeit tödlich verunglückt

Die beschuldigte Frau war den Angaben der Ermittler zufolge bereits am Freitag vorläufig festgenommen worden. Sie sei am Samstag der zuständigen Ermittlungsrichterin vorgeführt worden, diese habe Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung erlassen. Einen Tatverdacht gegen den 41-jährigen Vater der Kinder, der sich zur Brandzeit nicht in der Wohnung aufgehalten habe, gab es nicht. Die Mutter der Kinder war bereits vor einigen Jahren tödlich verunglückt.

Nach Polizeiangaben hatte die betroffene Familie früher in einer Wohnung im Obergeschoss desselben Hauses gelebt. Am 29. Februar brach demnach in dieser Wohnung ebenfalls ein Brand aus. Als Ursache stellen die Ermittler damals den fahrlässigen Umgang mit Feuer durch ein Kind der Familie fest. Medienberichten zufolge betreute das Jugendamt die Familie.

Trauer in der Nordstadt

(afp/dapd)


Kommentare
04.08.2012
16:08
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.08.2012
16:07
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.08.2012
15:55
Tatverdacht im Fall der ermordeten Kinder in Dortmund
von Catman55 | #1

Wow. Jede Menge Zündstoff für Vermutungen, Verdächtigungen und Gerüchte. Ich bin beeindruckt! Bei der Ansammlung an Buzzwords muss doch gleich die Hölle hier los sein... ;-)

1 Antwort
Tatverdacht im Fall der ermordeten Kinder in Dortmund
von Catman55 | #1-1

Meine aufrichtige Bestürzung zur Tragödie möchte ich hier noch zum Ausdruck bringen. Dem Vater der drei armen Kinder mein herzliches Beileid!

Aus dem Ressort
Darum ging eine Dortmunderin mit Kippa ins Büro
Solidarität mit Juden
Ein Tweet hat die Dortmunderin Ute Gerhardt aufgerüttelt. Sie wollte sich mit jüdischen Mitbürgern solidarisieren und ein Zeichen setzen. Daher wählte sie am Donnerstag eine besondere Kopfbedeckung für die Arbeit - eine Kippa, die traditionelle Kopfbedeckung der Juden. Die Reaktionen ihrer Kollegen...
Bald wieder Abkühlung im Freibad Stockheide
Rohrbruch wird repariert
Wieder Freiluft-Schwimmen in der Nordstadt: Schon in der kommenden Woche soll das Freibad Stockheide nach einem Rohrbruch wieder eröffnet werden. Dabei hatte es zwischenzeitlich gar nicht gut ausgesehen für das Traditions-Schwimmbad.
Ruderinnen fürchten Kollisionen mit Schwimmern
Dortmund-Ems-Kanal
Es gibt Ärger um die Ruderstrecke der deutschen Nationalmannschaft im Dortmund-Ems-Kanal. Kanalschwimmer springen oft direkt neben den Booten der National-Ruderinnen ins Wasser. Immer wieder müssen sie ihr Training unterbrechen. Die Polizei musste bereits mehrmals einschreiten. Die Hauptgefahr für...
Der Tunnel Wambel wird schon wieder gesperrt
Und täglich grüßt...
Dortmunds meistgesperrte Strecke ist mal wieder dicht: Am Freitagabend ist der Tunnel Wambel an der B236 wieder gesperrt. Dieses Mal geht es um den Einbau einer neuen Lüftung.
Warum Jan Delay nicht über Lampedusa singt
Musik
Im September geht Jan Delay auf große Deutschland-Tournee und kommt auch in den Westen: nach Dortmund und Düsseldorf. Wir sprachen mit dem Hamburger über die verschiedenen Mentalitäten deutscher Konzertbesucher, über Lokalpatriotismus und warum er keinen Song über Lampedusa-Flüchtlinge macht.
Fotos und Videos
So entsteht die Energie-Plus-Kita
Bildgalerie
Fotostrecke
So sieht es derzeit im Fredenbaumpark
Bildgalerie
Fotostrecke
Autogrammstunde mit BVB-Profis
Bildgalerie
Fotostrecke
Freibad Hardenberg
Bildgalerie
Fotostrecke