Veganer informieren beim "Veggie Street Day" in Dortmund
14.08.2011 | 15:19 Uhr 2011-08-14T15:19:37+0200
Dortmund.Schon zum sechsten Mal ging am Samstag der „Veggie Street Day“ über eine kleine Bühne auf dem Reinoldikirchplatz. Live Musik, eine Kochshow, Erfahrungsberichte von Leistungssportlern und eines Aktivisten unterstützten zahlreiche Infostände beim Werben um Aufmerksamkeit für veganes Leben und Tierrechte.
„Manche interessieren sich für Musik, andere für Sport und wieder andere für das Kochen. Uns geht es darum, vegane Ernährung bekannter zu machen und Vorurteile abzubauen“, erklärt Steffen Mohr vom Organisationsteam das bunte Programm.
Besonders dort, wo veganes Essen angeboten wird, bilden sich Warteschlangen. Lara und Björn standen geduldig für eine Teigtasche mit viel Gemüse an: „Björn probiert nur, er ist kein Vegetarier.“ Und sieht auch gerade nicht so aus, als würde sich das in Kürze ändern. Lara dagegen fällt es leicht, auf Fleisch zu verzichten: „Mir tun die Tiere leid. Für mich soll keine Pute nicht mehr aufstehen können, weil sie so fett gemästet ist. Dafür will ich die Verantwortung nicht übernehmen.“
Vegan will aber auch sie nicht leben: „Keinen Käse mehr, das, was ich am liebsten esse - das könnte ich nicht. Als Veganer darf man ja gar nichts mehr essen.“
Ganz so eng scheinen es Veganer aber dann doch nicht zu nehmen: „Das ist doch kein Wettbewerb. Man fällt auch nicht tot um, wenn man mal was Falsches isst. Aber ernsthaft bemühen sollte man sich halt“, finden Laura und Steffen. Es geht auch nicht nur um das Essen, auch Kleidung oder Pflegeprodukte sollten möglichst klimaneutral und frei von tierischen Zusatzstoffen hergestellt und fair gehandelt sein. „So schwer ist das heutzutage auch nicht. Vieles gibt es im Supermarkt oder auf Bauernhöfen in der Umgebung, anderes bestellt man im Internet.“ Produktsiegel wie die „Veganblume“ helfen bei der Orientierung.
Angst vor Mangelerscheinungen haben die zwei auch nicht, Steffen hat gerade ein Blutbild hinter sich: „Alles in Ordnung. Was wohl bei Veganern vorkommt, ist B12-Mangel.“ Der trifft Fleischesser allerdings auch und nach echtem Verzicht sehen die zwei auch nicht aus, als sie in ihren Hot Dog beißen: „Wir haben gerade nochmal nachgefragt, im ersten Moment dachten wir, dass sie uns einen mit Fleisch gegeben haben.“ Stimmte aber nicht, 100% vegan und lecker.
Der Vegetarierbund Deutschland e. V. als Veranstalter zeigt sich sehr zufrieden. Mit rund 9000 Besuchern war die Fangemeinde so groß wie nie. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU) resümiert: „Rund zwei tausend Besucher mehr als im Vorjahr sind ein klares Zeichen.“
11:53
Apropos klimaneutral: es gibt in dem Veggie-Supermarkt in Do ein Produkt namens No-Egg, welches man anstelle von Eiern verwenden kann. Dieses wird aus Australien importiert. Andere Produkte kommen aus Asien ... da die Sachen nicht hierher gebeamt werden, sondern per Schiff oder Flugzeug hierher gelangen, frage ich mich, wieviele Tiere denn dadurch Schaden nehmen (Flugraumstörung, Bau von Landebahnen und Schädigung der Natur, Verschmutzung der Meere durch Containerschiffe, etc.).
Das Schlimmste jedoch ist veganes Katzenfutter. Katzen benötigen für ihren Stoffwechsel Taurin (das ist ein tierisches Produkt), ohne Taurin sinkt ihre Lebenserwartung ganz drastisch. Ergo: veganes Katzenfutter ist keine artgerecht Ernährung und somit Tierquälerei.
14:10
„wegen“ steht mit Genitiv.
Das wird in der 4. Klasse behandelt.
12:14
Die vegane Lebensweise ist eine Mangelernährung. Sie ist ein typischens Kind dekadenter westlicher Selbstverliebtheit.
Finden Sie mal Anhänger für diesen Unfug in Ostafrika.
10:24
Ich bin zufällig in diese Veranstaltung geraten und was mir auffiel, war schon erschreckend:
Viele der Teilnehmer sahen mit einer ungesund, blassen Gesichtsfarbe nicht aus, als wenn es keine Mangelerscheinungen gäbe. Bei der uniformen Kleidung dominierte soviel schwarz, dass ich erst das unangenehme Gefühl hatte, in eine Veranstaltung der autonomen linken Szene geraten zu sein. Ich hatte mehr den Eindruck, es handelte sich um eine Protestaktion, bei der man sich grundsätzlich von allen bürgerlichen Werten abgrenzen wollte.
Ansprechend geht anders.
10:05
#4 Großflächiger Soja-Anbau ist auch nicht wirklich ökologisch sinnvoll. Zur Info: 80 Prozent des Sojas landen als eiweißreiches Mastfutter in den Massentierhaltungen von Nordamerika und der EU, 10 Prozent werden zu Agrartreibstoffen verarbeitet, 9 Prozent werden in der Margarineherstellung verwendet und etwa 1 Prozent für andere Soja-Lebensmittel. Soja ist heute im Tierfutterbereich der konventionellen Landwirtschaften Europas und Nordamerikas eines der wichtigsten Eiweißfuttermittel ist. Es wird vor allem an Schweine, an Geflügel und auch an Rinder verfüttert. Unsere Nutztiere fressen buchstäblich den Regenwald.
Also passt die Argumentationskette schon mal nicht! Und zu dem Thema Fleischgeschmack simulieren kann ich nur sagen: Na und, wenn es Menschen dazu bringt, ohne Tierleid trotzdem mit Genuss Vegetarier oder Veganer zu sein! Das Bild des ständigen Körneressers ist wirklich schon antik!!!
08:02
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