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Väter arbeiten für die Integration ihrer Kinder

22.01.2012 | 10:02 Uhr
Väter arbeiten für die Integration ihrer Kinder
BIFF, ein Verein für Integration, stellt sein Männernetzwerk vor.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Zwei Mal in der Woche diskutieren bis zu 20 Männer an der Wittener Straße miteinander. Sie haben ihre Wurzeln in Marokko, Spanien, der Türkei oder Deutschland. Sie kochen und sprechen über Gott, die Welt, Integration und die Zukunft ihrer Kinder.

Alles begann in der Küche. Vor einem Jahr trafen sich Khalid Ouaakki und Antonio Diaz mit zwei weiteren Freunden zum Kochen im Vereinshaus von BIFF (Bildung - Integration - Frauen - Familien). Nach der gemeinsamen Mahlzeit plauderten die Männer noch über Gott und die Welt. „Dabei haben wir uns entschlossen, mehr zu machen“, sagt Khalid Ouaakki. Die Gruppe „Väter-Arbeit“ war entstanden.

Zukunft der Kinder

Zwei Mal in der Woche diskutieren bis zu 20 Männer an der Wittener Straße miteinander. Sie haben ihre Wurzeln in Marokko, Spanien, der Türkei oder Deutschland. Antonio Diaz weiß, warum die Resonanz gestiegen ist. „Im Fußballverein kann man über Themen wie Religion nicht reden. Bei uns geht das“, betont einer der Gründerväter. Hauptsächlich sprechen die Väter aber über die Zukunft ihrer Kinder. Sie fordern gleiche Bildungschancen für alle – dabei kennen die Väter keine Grenzen. „Manolo und Pepe haben in der Schule ähnliche Probleme wie Peter. Da können wir voneinander lernen“, betont Antonio Diaz.

Die „Väter-Arbeit“ in Dortmund ist mittlerweile auch über die Stadtgrenzen bekannt. So sprach Antonio Diaz zuletzt beim Neujahrsempfang mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff über die Treffen an der Wittener Straße. In dieser Woche machte sich Züliye Kaykin, NRW-Staatssekretärin für Integration, ein Bild von der „Väter-Arbeit“. „Als ich vor einem Jahr das Thema Väter mit Migrationshintergrund prominent besetzt habe, wollte ich Väter insgesamt zum Miteinander für ein gemeinsames Rollenverständnis sensibilisieren und stärken“, erklärte die SPD-Politikerin. „Ich habe großes Interesse daran, dass wir den Austausch von Know-how und den strukturierten Dialog nicht abebnen lassen.“

Kaykin erfuhr bei ihrem Besuch in Dortmund auch von Zukunftsplänen der Eltern: So wollen Ouaakki und Diaz demnächst einen Film drehen, in denen sie das Leben ihrer Vorfahren dokumentieren. Und ein Kochbuch mit internationalen Gerichten erscheint demnächst. Das gemeinsame Essen ist nach wie vor ein verbindendes Element.

Denis de Haas

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Kommentare
23.01.2012
12:46
@3 Applebeach4Ever
von Syndikus | #4

Sie führen Kritikpunkte an, über die man in anderem Zusammenhang sicherlich sprechen kann und muss. Aber was hat das alles mit der hier dargestellten Gruppe zu tun, in der Deutsche, Spanier, Marokkaner usw. gemeinsam über ihre Probleme und familiären Wurzeln sprechen? Wenn man sich darüber austauscht, was die Kinder in der Schule machen und wie man sie da unterstützen kann, dann hat das doch nichts mit Integrationsverweigerung zu tun? Und ein farbiges Kind kann doch völlig problemlos etwas über seine Vorfahren erfahren, ohne dass dies in irgendeiner Weise die Integration gefährden würde. Ich glaube, Sie projezieren hier eigene negative Erfahrungen (die durchaus berechtigt sein können!) auf die vorgestellte Diskussionsgruppe, der sie damit aus meiner Sicht gehörig Unrecht tun!

23.01.2012
10:51
Väter arbeiten für die Integration ihrer Kinder
von Applebeach4Ever | #3

Syndikus: Zum einen gehöre ich keiner Sekte an. Zum anderen wohne ich hier in einem "Sozialen Brennpunkt" und erlebe es tagtäglich bei den Nachbarn das den Babys nur die Ursprungssprache beigebracht wird,den Kindern beigebracht wird das alles Westliche "schlecht" ist etc.
Ausnahmen sind meistens nur die Afrikaner die von jeher begriffen haben,das man in einem anderen land lebt und die Gepflogenheiten annimmt. Bevor wer was falsch versteht: ich bin keiner rechter Idiot-nur laufe ich im Gegensatz zu den meisten anderen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und lebe nicht im Rosaroten "Integration funktioniert doch" Kosmos.

Aber es ist ja immer so: Wenn man sagt was wirklich abläuft, wird man in die rechte Ecke geschoben,als Spinner und unaufmerksam, als ewig Gestriger und so weiter betitelt. Und die Politik und Presse hilft ordentlich mit anstatt die Wahrheit zu sagen/schreiben. Die wenigen die es sich trauen,werden auch sofort abgeschossen.

Man sah es ja Aktuell auch wieder an dem Buch der Schülerin. " Nein sowas gibt es doch gar nicht in unserem Land an unseren Schulen in unserer Gesellschaft-es sind alle voll integriert,sprechen deutsch,arbeiten und respektieren unsere Westliche Gesellschaft" .... und wehe einer sagt was anderes.

Integration kann funktionieren-nur leider wollen es die meisten nicht !

23.01.2012
10:41
@1 Applebeach4Ever:
von Syndikus | #2

Ich glaube, Sie haben da einiges falsch verstanden. Wenn ich den Artikel richtig lese, gehen die Kinder doch allesamt auf deutsche Schulen - wo sie wohl zwangsläufig die deutsche Sprache erlernen (zumal sich die Väter offensichtlich Gedanken um den schulischen Erfolg ihrer Sprösslinge machen - das ist meist schon "die halbe Miete"). Wenn das klappt und die Kinder zuhause noch die Muttersprache ihrer Eltern erlernen, sie sie schon mal zweisprachig - womit sie meinen und Ihren Kindern etwas voraus haben dürften.

Niemand, der zu uns kommt, muss doch seine Herkunft oder gar Religion verleugnen. So etwas Unsinniges fordert noch nicht einmal das Einwanderungsland USA von seinen Neubürgern. Im Übrigen ist ein "Antionio Diaz" ist im Zweifel Katholik und kein Moslem. Vielleicht sollten Sie mal häufiger über Ihre Religion nachdenken? Mir persönlich als Protestanten steht ein gemäßigter und familienorientierter Moslem so oder so näher als ein gottloser Kommunist - aber das ist letztlich jedermanns Sache. Soll doch jeder nach seiner facon glücklich werden (was aus eminer Sicht nicht unbedingt heißt, dass man in der zweiten oder dritten Generation gleich eine Großmoschee in der Dimension des Kölner Doms in die Landschaft setzen muss)!

Wer als Migrant Kinder hat und sich Gedanken um deren Zukunft in unserem Land macht, der ist entweder schon voll integriert oder auf dem besten Wege dorthin. Ich meine, dass wir von solchen Leuten und Gesprächskreisen mehr gebrauchen könnten - Herr Wulff hat das Engagement der Leute hier völlig zu recht gelobt und hervorgehoben!

22.01.2012
18:33
Sie beschreiben das Problem schon selber...
von Applebeach4Ever | #1

..ihres Scheiterns:

„Im Fußballverein kann man über Themen wie Religion nicht reden. Bei uns geht das"
"...demnächst einen Film drehen, in denen sie das Leben ihrer Vorfahren dokumentieren"

Ihr wollt eure Kinder integrieren: Schön- Wenn ich nach Amerika ziehe was muß ich machen ? meinen Kindern die Amerikanische Lebensweise beibringen, meinen Kindern die Englische Sprache beibringen,meinen Kindern Toleranz bebringen.

Solange ihr euren Kindern die hier zum Teil geboren sind NUR Eure Sprache beibringt, sie mit eurer Religion vollpumpt, eurer Abneigung gegen das Westliche Denken und die Art wie wir leben, wird es mt der Integration nie etwas !

..aber nun ja.. dieser Kommentar wird ja eh wieder blockiert...oder diesmal nicht ?

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