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Besuch bei der TU

US-Botschafter vergleicht Dortmund mit "Silicon Valley"

18.06.2014 | 16:59 Uhr
US-Botschafter John B. Emerson (M.) besuchte am Mittwoch die TU Dortmund.
US-Botschafter John B. Emerson (M.) besuchte am Mittwoch die TU Dortmund.Foto: Dieter Menne Dortmund

Dortmund.  Hoher Besuch für die TU Dortmund: Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, hat sich am Mittwoch bei einer Diskussionsrunde den Fragen von TU-Studenten gestellt. Dabei verteidigte er die Abhöraktionen der NSA. Für Dortmund war der Kalifornier voll des Lobes. Er verglich die Stadt mit der IT-Schmiede "Silicon Valley".

NSA-Abhöraktionen, die Krisen im Irak und in Afghanistan: Kritische Themen gab es genug für das Treffen von US-Botschafter Emerson mit Studenten in Dortmund. Die hakten nach - aber in ruhiger Atmosphäre.

Zuerst verteidigte Emerson dieAbhöraktionen der NSA auf kritische Nachfragen von Studenten in Dortmund hin. "Ihr Job ist es, Menschen zu beschützen", sagte Emerson am Mittwoch an der TU Dortmund, wo er mit Studenten der Politikwissenschaften und Amerikanistik auf Englisch diskutierte. US-Präsident Barack Obama habe zudem eine öffentliche Überprüfung der NSA angeordnet, die in Ländern wie China oder Russland undenkbar sei, fügte Emerson hinzu.

Emerson warb für die transatlantischen Beziehungen

Man müsse mit Blick auf die Vielzahl von ausgeführten oder knapp verhinderten Terroranschlägen einsehen: "Wir leben in einer Welt, in der es Menschen gibt, die uns schaden wollen." Die Arbeit der NSA sei deswegen "wichtige Arbeit, die dazu dient, uns zu beschützen".

Emerson warb in ruhiger Atmosphäre bei den Studenten um Vertrauen in die transatlantischen Beziehungen und betonte die gemeinsamen Werte wie Freiheit und Demokratie, die beide Nationen verbinden. Er sei sehr beeindruckt von der "tiefen Herzlichkeit", mit der er als neuer Botschafter in Deutschland empfangen worden sei. Zugleich sei er aber besorgt darüber, dass in Deutschland - anders als bei früheren Generationen - "junge Menschen kein Gefühl für die Verbindung mit den USA haben".

Vorbild "Silicon Valley"

Nach dem Treffen mit Studierenden trugt sich Emerson ins Goldene Buch der Stadt ein und informierte sich über die Arbeit des Technologie- und Biomedizin-Zentrums.

Am Ende war der US-Botschafter voll des Lobes über den Strukturwandel und sprach in Anspielung auf seine kalifornische Heimat mit ihrer IT-Branche von "Silicon Dortmund." Kalifornien schaffte in den Jahrzehnten nach dem Kalten Krieg den Wandel von der Luftfahrtindustrie hin zur Informationstechnologie. Und vielleicht werde Dortmund dem Beispiel des weltberühmten "Silicon Valley" folgen.

oli/dpa

Kommentare
20.06.2014
10:31
US-Botschafter vergleicht Dortmund mit "Silicon Valley"
von Wickede41 | #6

Langsam, liebe Mitkommentatoren! Die Überschrift ist schlicht falsch! Laut Text hat der Botschafter, der übrigens in Chicago geboren wurde und erst...
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1 Antwort
US-Botschafter vergleicht Dortmund mit "Silicon Valley"
von Dredelbraun | #6-1

Das Originalzitat hört sich tatsächlich ganz anders an. Da war wohl der Wunsch und das Selbstverständnis der hiesigen Politik Vater der Interpretation. Und - wer glaubt denn, dass sich die USA die Butter vom Brot nehmen liessen und ein zweites Silicon Valley in Europa dulden würden? Die NSA ist doch weit vor China der grösste Daten, Informationen und Patentklauer aller Zeiten!

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US-Botschafter vergleicht Dortmund mit "Silicon Valley"
US-Botschafter vergleicht Dortmund mit "Silicon Valley"
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/us-botschafter-vergleicht-dortmund-mit-silicon-valley-id9489436.html
2014-06-18 16:59
Dortmund