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„Unter den Tribünen“ – keine Mega-Party mehr im Stadion

07.01.2013 | 13:32 Uhr
„Unter den Tribünen“ – keine Mega-Party mehr im Stadion
Dortmunds größte Party – das DJ-Festival „Unter den Tribünen“ im Stadion – findet 2013 nicht mehr statt.Foto: WAZ-Fotopool/Franz Luthe

Dortmund.   2013 gibt es keine „Unter den Tribünen“-Party im Stadion mehr. Nachdem die Zahlen nach der ausverkauften Premiere 2011 im zweiten Jahr in den Keller gesackt waren, will sich Veranstalter Visions jetzt auf Konzerte und das Jubiläum ihres Dortmunder Musikmagazin konzentrieren.

12.000 Gäste brachten vor zwei Jahren bei der Premiere von „Unter den Tribünen“ das Stadion zum Kochen. Im Folgejahr kam nur die Hälfte. Konsequenz für Veranstalter Visions: 2013 gibt es keine Mega-Party mehr.

2011 feierte eine Mega-Party Premiere: „Unter den Tribünen“ brachte aus dem Stand das Stadion zum Kochen. 12.000 Gäste – ausverkauft. Ein Erfolg mit Beigeschmack: Die Besucher monierten lange Wartezeiten und Enge . Für die zweite Auflage feilte der Veranstalter, das Dortmunder Musikmagazin Visions, am Sicherheitskonzept und öffnete drei zusätzliche Floors. 15.000 Gäste hätten jetzt Platz gefunden – aber nur 7000 kamen. Als Grund vermutet Visions Parallelveranstaltungen wie das Elektro-Festival „Ruhr in Love“ oder das Schlagerfestival im Revierpark Wischlingen.

Versuch, bei Mainstream-Partys Fuß zu fassen

Jetzt zieht der Veranstalter die Konsequenz: Eine dritte Ausgabe von „Unter den Tribünen“ wird es 2013 nicht geben. „Wir konzentrieren uns auf das, was uns besonders am Herzen liegt“, erklärt Visions-Sprecherin Valeska Bogatzke. Die Stadion-Party sei nur der Versuch gewesen, auch als Veranstalter von Mainstream-Partys Fuß zu fassen. Eigentliches Kerngeschäft seien neben dem Magazin auch Konzerte und Visions-Partys – gerne in Kombination wie am 1. Februar mit Tocotronic und anschließender Party im FZW.

Zudem, so Bogatzke, stehe 2013 die Organisation des Westend-Festivals und des Jubiläums an. Anfang Januar 2014 liegt nämlich die 250. Visions-Ausgabe im Kiosk, und das werde ähnlich groß gefeiert wie der 20. Geburtstag des Musikmagazins 2009. Damals hatte das Magazin sein „Westend“ als feierlichen Rahmen genutzt – diesmal gibt’s eine eigene Jubel-Veranstaltung.

„Wir sind eben nur ein kleiner Verein“, so die Visions-Sprecherin. „Alles auf einmal können wir nicht stemmen. Deshalb habe bei der Tribünen-Party schon ein Ausreißer nach unten gereicht.“ Einen anderen Dortmunder Szene-Club, von denen so einige an „Unter den Tribünen“ beteiligt waren, habe man nicht als neuen Veranstalter zu gewinnen versucht.

Katrin Figge



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