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Uni rüstet sich für Studenten-Ansturm - Neue Wohnanlage für TU Dortmund

12.02.2012 | 17:43 Uhr
Uni rüstet sich für Studenten-Ansturm - Neue Wohnanlage für  TU Dortmund
Auf dem Gelände vor dem Studentenwohnheim Am Gardenkamp, südlich der Stockumer Straße,soll eine neue Studentenwohnanlage entstehen. Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Das Studentenwerk reagiert auf den Ansturm neuer Studierender, immerhin 4000 mehr als im letzten Wintersemester: Im Sommer soll eine neue Wohnanlage entstehen – erstmals seit 17 Jahren.

Die Studentenflut steigt und steigt. Auch in Dortmund. 40 000 Menschen studieren momentan an den Hochschulen dieser Stadt, 4000 mehr als im letzten Wintersemester. Und das ist erst der Anfang. Denn die größte Welle – der doppelte Abiturjahrgang 2013 – kommt erst noch.

Wie rüstet sich die TU gegen diesen Ansturm? Und vor allem: Wo sollen so viele Leute eigentlich wohnen? Die Wohnheime platzen aus allen Nähten, die Wartezeit für ein Einzelappartement beträgt schon jetzt ein halbes Jahr. Kein Wunder, dass das Studentenwerk reagiert und im Sommer eine neue Wohnanlage bauen will – zum ersten Mal seit 17 Jahren.

Entstehen soll das Wohnheim auf dem Gelände der bereits bestehenden Wohnanlage „Am Gardenkamp“ in der Nähe des Campus Süd der TU. „In zwei gleich großen Häusern sollen 128 Studierende Platz finden“, erklärt Rainer Szary, Absteilungsleiter Bau und Technik beim Studentenwerk. „Geplant sind 60 Zweiraumwohnungen zwischen 56 und 67 Quadratmetern“, so Szary. Vier Wohnungen sollen behindertengerecht sein, auch ein Fahrstuhl ist eingeplant.

2000 stehen schonauf den Wartelisten

Man habe sich bewusst für den Standort entschieden. „Der Ortskern von Eichlinghofen ist nicht weit entfernt, die Anbindung zum Nahverkehr ist gut und mit der H-Bahn ist man im Nu auf dem Campus.“ Aus Erfahrung wisse man, dass den Studenten solche Punkte sehr wichtig seien (siehe auch Info-Box).Die Planungen laufen auf Hochtouren. Im August soll der Bau beginnen, zum Wintersemester 2013/14 könnten die ersten Studenten einziehen.

Kosten soll das neue Wohnheim 8,5 Millionen Euro. Wie die Finanzierung aussehen soll, das lote die Geschäftsführung gerade aus, erklärt Rainer Szary. „Da stecken wir mitten in den Verhandlungen“. Auf der Warteliste für die bestehenden Wohnheimplätze stehen aktuell über 2000 Studenten. Inwiefern man die weiter steigende Studentenflut mit den 128 neuen Plätzen abfedern kann, wird sich zeigen. Zumindest könne man, so Szary, mit dem neuen Wohnheim „schon mal ein bisschen Druck rausnehmen“. Druck rausnehmen will auch die TU. Sie hat sich eigenen Angaben zufolge verpflichtet, „in den kommenden fünf Jahren bis zu 7500 zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen“. Aus den Mitteln des Hochschulpaktes II (HSP II) erhält die Uni pro zusätzlichem Studenten im ersten Semester 20 000 Euro verteilt auf vier Haushaltsjahre. Davon sollen mehr Lehrpersonal, studienbezogene Ausstattungen und Anmietungen zusätzlicher Räume bezahlt werden.

Raumkapazitäten sollen auch durch den Bau eines Seminar- und Hörsaalgebäudes (bezugsfertig ab September) sowie in einem Neubau für den Logistik-Campus (nutzbar ab Mai) entstehen. Ergänzend dazu sollen die bestehenden Hörsäle auch zu Randzeiten, beispielsweise abends, für den Lehrbetrieb genutzt werden.

Mindestens die Hälfte der HSP II-Mittel sollen für die Einstellung von Lehrpersonal verwendet werden, allerdings wird es sich dabei hauptsächlich um befristete Stellen handeln. „Weil“, so die TU in einer Mitteilung, „ab ca. 2015 bis 2018 wieder mit einem Rückgang der Studierendenzahlen zu rechnen ist“.

Mats Schönauer

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