Unbekannter schießt auf Bus und Bahn
16.09.2009 | 17:38 Uhr 2009-09-16T17:38:00+0200
Dortmund. Schüsse auf einen Linienbus und eine Straßenbahn. Ein unbekannter Täter nahm Dienstagabend in Scharnhorst einen Wagen der Buslinie 427 und die Stadtbahn U42 ins Visier. Insgesamt drei Schüsse wurden abgefeuert. Alle Fahrgäste blieben unverletzt. Die Tatwaffe: vermutlich ein Luftgewehr.
Tatort Nummer eins: die Gleiwitzstraße. Um 21 Uhr steuert der Busfahrer den mit 15 Fahrgästen besetzten Wagen in Richtung Westholz, als es plötzlich – in Höhe der Haltestelle Labandstraße – zweimal laut knallt. Sofort stoppt der Fahrer den Bus. Im hinteren, rechten Teil des Busses sind zwei Projektile eingeschlagen. Glassplitter liegen im Inneren des Wagens.
Fahrgäste geschockt
Die Geschosse haben die äußeren Scheiben der fünf Millimeter starken Sicherheitsverglasung durchdrungen, sind dann aber stecken geblieben und nicht in den Innenraum des Busses gelangt. Die Fahrgäste sind total geschockt. Die Schüsse kamen aus dem Nichts. Erst langsam begreifen sie, dass der Angriff jeden hätte treffen können.
Tatort Nummer zwei: wohl ebenfalls die Gleiwitzstraße, aber bereits vor 21 Uhr. Entdeckt wird diese Tat allerdings erst um 21.05 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt bemerkt der Fahrer der Stadtbahn U42 an der Endhaltestelle in Grevel ein Loch in einer Seitenscheibe des Dienstwagens. Da diese Linie auch das Umfeld an der Gleiwitzstraße ansteuert, geht die Polizei davon aus, dass ein und dieselbe Person gefeuert hat.
Fahndung erfolglos
18 Beamte beteiligen sich an der Fahndung, die unmittelbar anläuft – ohne zählbares Ergebnis. Die Ermittler ziehen beide Fahrzeuge aus dem Verkehr. Die Spurensicherung nimmt sie genau unter die Lupe.
Einen ähnlichen Fall habe es lange nicht mehr in der Stadt gegeben, sagt Polizeisprecher Wolfgang Wieland. „Ab und dann liegen schon mal Steine auf den Schienen – aber sowas...”
„Ein bis zweimal im Jahr kommt so etwas vor”, kommentiert Stadtwerke-Sprecher Bernd Winkelmann die Ereignisse. „Meist sind es Steine, die im jugendlichen Übermut oder aus Leichtsinn geworfen werden. Dass aber tatsächlich auf ein Fahrzeug geschossen wird, ist allerdings sehr selten.” Zwei Anschläge binnen Minuten hat er noch nicht erlebt.
Zeugen gesucht
Der Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion 3 bittet Zeugen, die im Bereich Gleiwitzstraße in Alt-Scharnhorst verdächtige Beobachtungen gemacht haben, um Hinweise unter der Telefonnummer 0231/13 23 121.
18:22
Meinungsverschiedenheit mit einem Bus? Naja, wenn man mal nebenbei völlig zusammenhangsfrei fremdenfeindliche Vorurteile verbreiten will, nimmt man es wohl im allgemeinen mit der sinnhaften Anwendung von Sprache nicht so genau.
15:18
wieso nazis???
üblicherweise eine kugelfeste Meinungsver-schiedenheit von Kültürverbesserer.
12:29
#6 Ja tatsächlich. (Siehe aktuelle Nachrichten).
10:02
Moment mal, da war doch bereits vor einigen Monaten genau di gleiche Sache an der Gleiwitzstraße, bedeutet das für die Polizei schon lange nicht mehr? Oder haben die nach zig Sparreformen in Dortmund verbliebenen paar Polizisten einfach den Überblick verloren?
08:12
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00:19
# 5
Kann ich Ihnen sagen : schon was von Feuerwehrleuten gehört die Brände legen um sich bei Löscharbeiten hervortun zu können ??
Freiwillige vor.
20:19
Das haben wir vor über zehn Jahren schon gehabt, mit prächtigen Einschusslöchern in der Windschutzscheibe.
18:18
Seltsam nur, dass alle Amokschießer in Deutschland aus dem Umfeld bzw. aus Schützenvereinen kamen. Wirklich nur ein Zufall?
18:00
Ich frage mich, was das Bild soll. Es handelt sich hierbei um einen Sportschützen der auf eine Pappscheibe schießt. Abgesehen davon, haben die sportlichen Luftgewehre nicht die Kraft, eine Autoscheibe zu durchschlagen.
Vermutlich handelt es sich bei dem Gewehr um ein modifiziertes Langstreckenluftgewehr, welches von Sportschützen überhaupt nicht genutzt wird.
#1 Was haben Schützenfeste damit zu tun? Schwachsinn..
17:15
Etwas eigenartig, dass nur Dortmunder Busse eine Doppelverglasung haben...